BITRUSH CORP – FEINDLICHE ÜBERNAHME UND RECHTSSTREITIGKEITEN

Fintelegram recherchiert und berichtet seit März 2018 über den Cointed / Optioment Betrug. Fintelegram CEO Werner Böhm stand mit einem der Anteilseigner von Cointed, Charli Aho in beruflicher Verbindung, allerdings nicht im Fall Cointed / Optioment und vor deren Gründung. Fintelegram wurde über die Verbindungen von Werner Böhm (aber auch aus anderen Quellen) Insider-Material im Fall Cointed zugespielt, die von der Redaktion analysiert und verwertet werden. „Ich bin seit 2013 im Kryptobereich als Unternehmer tätigt. Dadurch bin ich selbst fast zwangsläufig mit Scammern und kriminell agierenden Personen in Berührung gekommen,“ erklärt Werner Böhm. „Meine Motivation, FinTelegram mitzugründen liegt darin, die Öffentlichkeit über die vielfältigen Betrugsfälle in Krypto aufmerksam zu machen, Investoren zu schützen sowie Opfern von Kryptobetrug zu ihrem Recht zu verhelfen.

Es ist Fintelegrams redaktionelle Leitline, der Wahrheit verpflichtet zu recherchieren sowie Fakt und Meinung zu trennen. Nichtsdestotrotz sieht sich Fintelegram im Dienste der Öffentlichkeit. „Wir beobachten seit Jahren, wie sich ein großer Teil des internationalen Kryptojournalismus den Kryptoprojekten anbiedert oder sich gar zu bezahlten Handlangern macht. Es ist nirgends so schwierig, sich ausgewogen zu informieren, wie in Krypto,“ stellt Böhm fest. „Dies braucht ein Gegengewicht. So sehen wir Fintelegram auch als ein Recherchepool, der seine Rohergebnisse Medien, Rechtsanwälten und Behörden zur Verfügung stellt.“

Werner BOEHM war einer der Gründer der kanadischen BitRush Corp im Jahr 2015 und bis Dezember 2016 auch deren CEO. Es war dies eine der ersten börsennotierten Krypto-Gesellschaften weltweit und enstand aus einem Reverse Take-Over (RTO) mit einem früheren Miningunternehmen (Streetwear Corp).  Nach vielen Anstrengungen ist es damals gelungen, die kanadische Börsenaufsicht OSC von einer Zulassung des Unternehmens zum Börsehandel zu überzeugen. Damals war kein Krypto-Hype am Horizont und der Bitcoin-Kurs bewegte sich um die USD 300.

Der heute in der COINTED Strafsache  – wegen Veruntreuung von Kundengeldern usw. – Verdächtige Charli AHO war im Jahr 2015 kurzzeitig als Berater der BitRush Corp engagiert. Der Vertrag wurde von Werner BOEHM als CEO von BitRush Corp im Februar 2016 wegen Unregelmäßigkeiten gekündigt. In der Folge hat sich Charli AHO in den Dienst einer Aktionärsgruppe der BitRush Corp gestellt und diese maßgblich bei einer feindlichen Übernahme der BitRush Corp unterstützt. Zur Auseinandersetzung zwischen der Mezzacap Investments Ltd (damaliger Hauptaktionärs der BitRush Corp vertreten durch Werner BOEHM) und der feindlichen Aktionärsgruppe (angeführt und finanziert von einem slowakischen Family Office um IGOR WOLLNER (HANS-JÖRG WAGNER, KARSTEN AREND, PETER LUKESCH, FRANZ KOZICH, JOACHIM KALCHER) war es im Herbst 2016 gekommen.

Das slowakische FAMILY OFFICE WOLLNER wollte gemeinsam mit deutschen und bulgarischen Unternehmen aus dem Bereich „Binäre Optionen“ und Sportwetten die KryptowährungsTechnologie der BITRUSH für Geldwäschegeschäfte und die Abwicklung sonstiger betrügerischer Aktivitäten nutzen. Werner BOEHM hat seine Mitwirkung auf Grundlage eines Due Diligence-Berichtes und schriftlichen Stellungnahmen von Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten verweigert und in der Folge wurden auch mehrere Geldwäsche-Anzeigen z.B. beim BKA in Österreich  und der National Crime Agency (NCA) in London eingebracht. Diesen Anzeigen wurden und werden von den Behörden bis dato verfolgt. Als Reaktion der Anzeigenerstattung und der Weigerung einen falschen Quartalsbericht der BitRush Corp zu unterzeichnen, wurde Werner BOEHM als CEO der BitRush vom damaligen Vorstand entlassen.

Um diese fragwürdigen Geschäfte durchführen zu können – die slowakische Unternehmensgruppe sah gemeinsam mit den deutschen und israelischen Unternehmen im Wett- und binären Optionsgeschäftsbereich ein „riesiges Potential“ für die entwickelte Kryptowährungstechnologie der BitRush – brachte die Aktionärsgruppe gemeinsam mit dem noch verbliebenen Vorstand Karsten AREND und Hans-Jörg WAGNER eine Klage beim Handelsgericht in Toronto gegen Werner BOEHM ein, mit dem Ziel die Aktienmehrheit zu bekommen.

Wie aus dem am 29. Juni 2018 ergangenen Urteil (siehe hier) hervorgeht haben sich weder Werner BOEHM noch die von ihm vertretene MezzaCap Investments Ltd auf die Klage vor dem Handelsgericht in Toronto eingelassen, sich in diesem Zivilverfahren weder verteidigt und auch keine rechtliche Vertretung vor Gericht bestellt. Sie haben die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Gerichtes (forum conveniens) auf Anraten ihres Anwaltes nicht akzeptiert und daher auch kein Beweismaterial vorgelegt. Als logische Konsequenz wurde diese zivilrechtliche Klage verloren.

Das Gericht in Toronto wurde mittels eidesstaatlicher Aussagen von AHO und seinem Kollegen Daniil ORLOV ua. davon überzeugt, dass Werner BOEHM als CEO der Firma „oppressiv“ gehandelt hätte. Diesen Tatbestand gibt es in Europa und den USA nicht auch darum wurde die Klage in Toronto eingebracht. Diese „Oppression“ basierte auf  konstruierten Vorwürfen wie die missbräuchliche Verwendung von über € 400.000. Das, obwohl das Unternehmen nur über insgesamte Geldmittel von € 1m verfügt hatte, und ein uneingeschränkter Wirtschaftsprüfungs-bericht einer kanadischen Wirtschaftsprüfungskanzlei über die Verwendung dieser Finanzmittel vorlag.

Inzwischen musste Charlie AHO seine falsche Zeugenaussage bei der Polizei in Österreich bereits korrigieren.

Im Gegenzug wurde in Österreich neben den Geldwäscheanzeigen (laufen noch – wir werden über die Entwicklungen diesbezüglich berichten) auch eine Klage auf Schadenersatz der MezzaCap Investments Ltd gegen diese Aktionärsgruppe  (österreichische, deutsche  und slowakische Staatsbürger) eingebracht. Diese Klage ist derzeit noch anhängig und konnte an einige Beklagte in der Slowakei nicht zugestellt werden (!).  Darüber hinaus wurde gegen Herrn AHO eine Strafanzeige des Alleingesellschafters der MezzaCap Investments Ltd, Alfred DOBIAS, wegen dessen falscher Aussagen eingebracht,  die sich auch im COINTED-Ermittlungsakt der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStO) befindet. Sorgfältig recherchierende Journalisten werden diese dort finden oder können sie bei uns abfragen.

Wir können somit aus eigener Erfahrung berichten, dass Charlie AHO keine Skrupel bei Falschaussagen und im Umgang mit Aktionären und Investoren hat. Es wurde im übrigen auf der Fintech Academy bereits im Februar 2017 über diese Erfahrungen mit Geldwäsche berichtet.

Die 2016 von Werner BOEHM getroffene Entscheidung, sich nicht in die Geschäfte rund um Binäre Optionen einzulassen,  wurde rückblickend durch die Zeit bestätigt. Binäre Optionen wurden in USA, Kanada, EU, Israel und vielen anderen Jurisdiktionen verboten. Laut Simona WEINGLASS von The Times of Israel handel es sich bei vielen der Geschäftsmodelle rund um Binäre Optionen um gigantische Betrugsfälle (ihre Beiträge hier). Das FBI und andere Ermittlungsbehörden weltweit arbeiten derzeit daran, diese Betrüger dingfest zu machen und soweit wir unterstützen können, diese Betrügereien aufzudecken, werden wir es tun.