ENVION – DIE SCHLACHT UM MEDIEN UND DEUTUNGSHOHEIT [UMFRAGE]

Der „Krypto-Skandal“ rund um den USD-100-Millionen-ICO der deutsch-schweizerischen ENVION ist großes Kino. Längst geht es nicht mehr nur um die Fakten, Klagen und behördlichen Untersuchungen, sondern auch um die Deutungshoheit. Dabei treffen zwei Generationen von Unternehmern aufeinander – hier der „digitale“ Internet-Unternehmer Michael LUCKOW und dort der „analoge“ ehemalige Fernsehmoderator und Aktienpromotor Matthias WOESTMANN. Entsprechend dramatisch gestaltet sich die Medienschlacht.


ENVION macht große Schlagzeilen

Die Referenzfall ENVION beschäftigt nicht nur Behörden und Gerichte, sondern zunehmend auch die Medien. In der ENVION-Heimat Deutschland hat der USD 100-Millionen-ICO natürlich besondere Aufmerksamkeit erregt. Zuletzt hatten die führenden deutschen Wirtschaftsmedien HANDELSBLATT, MANAGER MAGAZIN und CAPITAL über den Fall berichtet. Natürlich gut betreut von den Medienleuten der beiden Gründerteams – „litigation PR at its best“.

ENVION UMFRAGE

Wir würden gerne wissen, wie das derzeitige Stimmungsbild der ENVION-Investoren und Beobachtern ist. Welche Partei konnte bisher mit ihren Argumenten mehr überzeugen? Wer ist schuld an dem „Krypto-Skandal“ ENVION. Kommentare jederzeit willkommen.

Darüber hinaus wird auch in den diversen sozialen Kanäle rund um ENVION noch immer intensiv diskutiert. Während sich der ENVION-Vorstand Matthias WOESTMANN weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, versucht das Gründerteam rund um Michael LUCKOW durch intensives Bearbeiten der sozialen Kanäle, professionelle Pressebetreung über engagierte Agenturen und ihren eigenen Founders Blog die Deutungshoheit über den „Fall ENVION“ zu erhalten.

Die „meme warriors“ des Gründungsteams

Envion Meme Warrior
Laurent MARTIN ruft seine Meme Warrior zur Medienarbeit auf.

Abweichende Meinungen werden da kompromißlos bekämpft. Des HANDELSBLATT-Artikel zum „Krypto-Skandal“ ENVION hat nicht das Wohlgefallen der ENVION-Gründer gefunden. Daher rief LUCKOW’s Medienvollstrecker, der Amerikaner Martin LAURENT seine „Meme Warrior“ auf, sicherzustellen, dass der HANDELSBLATT-Reporter versteht, wie falsch er liegt. Es war nicht das erste Mal, dass Meinungsabweichler vom Gründungsteam angegriffen wurden.

Die beiden Gründungsteams der ENVION geben viel Geld für ihre Rechtsstreitigkeiten und Medienschlachten aus. Geld, das sie von ICO-Investoren erhalten haben und eigentlich für die Entwicklung des Geschäfts verwenden sollten.

Jedenfalls dürfen sich die enttäuschten ICO Investoren unterhalten fühlen. Hier wird vor von Martin LAURENT ein Spektakel veranstaltet, das sich betreffend Dramaturgie und Inszenierung durchaus mit US-amerikanischen Wirtschaftskrimis messen kann. Wer weiß, vielleicht wird der „Fall ENVION“ in naher Zukunft auch verfilmt. Dramatische Elemente wären genug vorhanden.

Die Medien schreiben und streiten

Darüber hinaus ist nun auch Medienscharmützel rund um die ENVION ausgebrochen. Auf Twitter kamen sich die Chefredakteure vom HANDELSBLATT und CAPITAL in die Haare über die Frage, wer denn zuerst und exklusiv (oder nicht) über den 100-Millionen-Skandal von ENVION berichtet hat.

Dabei sind die beiden Artikel aber in durchaus unterschiedlicher Tonalität gehalten. Während das HANDELSBLATT sehr kritisch mit beiden Gründerteams rund um Michael LUCKOW und Matthias WOESTMANN umgeht, unterstützt der Artikel im CAPITAL tendenziell die Seite von Michael LUCKOW und seiner TRADO GmbH, also die Geschichte mit dem „Raub der ENVION AG“ durch WOESTMANN, VAN AUBEL und Freund. Da muss ein Martin LAURENT einfach seine „meme warriors“ zur Medienschlacht rufen, oder?

Trotz des Spektakel wird sich an den Fakten nichts ändern. Und der wesentlich Faktor im Fall ENVION ist, dass die Investoren ihr Geld verlieren bzw. ihr Geld derzeit widmungsfremd verwendet wird.

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