MOBILEGO: LÄSTIGE TOKEN-INHABER WERDEN MIT KLAGEN BEDROHT

Sholom brothers
Sholom brothers

Nachdem ein unzufriedener Investor erst Mitte August 2018 Klage bezüglich des Unikrn eSport Wett- Tokens in Washington State, eingereicht hat, scheint sich beim nächsten eSports Token ebenfalls eine gerichtliche Auseinandersetzung anzukündigen.

Sergey Sholom ist CEO des Start-ups DataCraft, das hinter dem MobileGo ICO steht und im Mai 2017 über 53 Mio USD (zum damaligen Kurs von USD 50/ETH) beim öffentlichen Token-Sale des MGO-Tokens eingenommen hatte.

Der Zweck dieses Token war es, ein komplementärer Token für den bereits bestehenden GameCredits-Token zu sein. GameCredits ist Open Source-Projekt, das im Zuge des ICO’s von den Sholom-Brüdern in der GameCredits Inc vergesellschaftet wurde. Der von diesem Projekt ausgegebene GAME-Token sollte die Währung innerhalb der Spiele sein, wohingegen der MGO als Token für den Wetteinsatz in den eSport-Turnieren positioniert war.

Das damalige White Paper des MobileGo-ICO’s versprach tatsächlich sehr viel: so soll es bereits im Mai 2017 Verträge mit 100 Entwicklern für Produktion von 300 Spiele gegeben haben. Der Wahrheit hat das offensichtlich nicht entsprochen. Inzwischen gibt es wohl nur genau 1 (ein) Spiel.

Basierend auf einem BlogPost eines Entwicklers, der aufgrund eines Besuchs in Belgrad, Serbien, dem Sitz der Projektiniatiatoren, einen Medium-Artikel schrieb, indem er über den offensichtlich desaströsen Zustand des Projektes berichtete und eines weiteren Berichts des Teammitglieds Jack Kuveke auf Reddit in welchem die Vorwürfe bekräftigt werden, stehen die Projektbetreiber momentan zunehmend in der Kritik.

Chart bei MobileGo
Chart bei MobileGo

Offensichtlich kam es nie zur Umsetzung der im ICO ursprünglich angekündigten Pläne für das Projekt und offensichtlich waren es vor allem die Projektinitiatoren Sergey Sholom und sein Bruder, die vorwiegend auf Reisen waren und ihre Pläne immer wieder adaptierten. Als Resultat ist ein Teil des früheren ICO-Teams gerade dabei eine GameCredits Foundation zu gründen, um die ursprüngliche Idee umzusetzen. Diese Organisation wird sich höchstwahrscheinlich durch eine Mischung aus Vertragsarbeit  und Spenden (entweder von Stiftungsmitgliedern oder Gemeindemitgliedern) selbst finanzieren.

Die im MobileGo-ICO eingesammelten Mittel werden ausschließlich von den Sholom Brüdern verwaltet und dienten laut dem Bericht von Jack Kuveke bisher jedenfalls nicht zur Bezahlung der Entwickler wie dies im White Paper angeführt war.

Sergey Sholom hat keinerlei Verständnis für die Aufregung die unter den Tokeninvestoren nach Erscheinen obiger Berichte herrscht. Diese ICO-Invstoren sind verständlicherweise vor allem am Verbleib ihres Geldes interessiert. Er kündigte  er auf demMobileGo-Kanal, rechtliche Schritte gegen jedermann an, der weiterhin Gerüchte verbreiten würde, die den Tokenwert schaden könnten. Auf Twitter wird inzwischen ebenfalls diskutiert:

MIt MobileGo kündigt sich ganz offensichtlich der nächste Rechtsstreit in der Krypto-Szene an.

Der Unterschied eines Tokeninhabers zu einem Aktionär wird in diesem Fall wohl offensichtlich. Aktionäre hätten angesichts einer solchen Situation alle Möglichkeiten um einen Managementwechsel herbeizuführen und damit ihr Investment zu beschützen. Tokeninhaber haben keinerlei entsprechende Rechte und sind dem Projektinitiator mehr oder weniger hilflos ausgeliefert.

Bedingt durch den Sitz des tokenausgebenden Unternehmens in Serbien – einem amtlich bestätigen korrupten Land mit schweren rechtsstaatlichen Defitziten – ist eine Anlegerklage tatsächlich nicht mit viel Erfolgsaussichten behaftet. Aber auch das ist eine neue Lektion, die gelernt werden will in der Cryptowelt.

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