TROTZ ERSTEM GERICHTSURTEIL – DER FALL ENVION IST NICHT VORBEI FÜR ENVION ICO INVESTOREN

Das Urteil ist nicht rechtskräftig


Die ENVION-Gründer haben auf ihrem Blog letzten Freitag voller Freude ihren Sieg vor dem Gericht in Berlin verkündet. Dabei wurde nicht auf die Details des Urteils eingegangen. Ein weiterer Beitrag auf dem Blog der Gründer am 24. Juni 2018 erklärt das Urteil ein wenig mehr im Detail. Daraus ergibt sich jedenfalls, dass der „Fall ENVION“ noch länger nicht abgeschlossen sein wird. Darüber hinaus haben die Beklagten rund um Matthias WOESTMANN die Möglichkeit, gegen das Urteil zu berufen. Das Urteil ist also laut Auskunft der Gründer rund um Michael LUCKOW noch nicht rechtskräftig (Stand 25. Juni 2018).

Grundsatzentscheidung für weitere Vorgangsweise


Selbst für den Fall, dass Matthias WOESTMANN und die Beklagten nicht gegen das Urteil berufen, ist damit der Fall ENVION für die ICO Investoren noch lange nicht entschieden. Bei dem Urteil des Gerichts ein Berlin dürfte es sich um eine Grundsatzentscheidung handeln. Dementsprechend dürfte die von Matthias WOESTMANN im Januar 2018 durchgeführte Kapitalerhöhung bei der Schweizer ENVION AG als nicht rechtmäßig und als sittenwidrige vorsätzliche Schädigungen gemäß § 826 deutsches BGB qualifiziert worden sein.

Das Gericht in Berlin hat es darüber hinaus WOESTMANN untersagt, über die Investorengelder aus dem ICO zu verfügen. Das hat unter anderem die Konsequenz, dass die Kosten des Rechtsstreits nicht mehr von der ENVION AG, sondern von QUADRAT CAPITAL und WOESTMANN getragen werden müssen. Das ist die einzig wirkliche gute Nachricht für die ICO Investoren und EVN Token-Besitzer.

Keine Entscheidung Prospekthaftung und Smart Contract


Beim Urteil dürfte das Gericht auch den Einwand von WOESTMANN, dass diese Kapitalerhöhung zum Schutz der ICO Investoren durchgeführt wurde, abgelehnt haben. Diese Entscheidung haben wir angesichts der Faktenlage auch erwartet.

Envion MItgründer Michael Luckow
Michael Luckow bestreitet Manipulationen rund um den Envion Smart Contract

Das heißt aber nicht, dass das Gericht damit schon entschieden hätte, dass damit die Gründer vom Vorwurf der Manipulation des Smart Contracts entlastet sind. Das dürfte im Detail gar nicht Gegenstand des Verfahrens gewesen sein. Einige ICO Investoren werfen den Gründern rund um Michael LUCKOW vor, den Smart Contract manipuliert sowie EVN Gründertoken während der Sperrfrist (Lock-Up) verkauft zu haben.

Desweiteren wurde durch das Berliner Gericht auch keine Entscheidung in Sachen Prospekthaftung getroffen. Einige Investoren sind der Meinung, dass das Prospekt, das die rechtliche Grundlage für den ICO war, falsch ist. Es wurde darin beispielsweise nicht erwähnt, dass die Technologie bzw. das „Intellectual Property (IP)“ nicht in der ENVION AG war, sondern in der TRADO GmbH. Diese gehörte wiederum den Gründern rund um Michael LUCKOW.

Weitere Gerichtsverfahren


Michael LUCKOW erklärt am Blog der ENVION-Gründer rund um die TRADO GmbH, dass noch weitere Gerichtsverfahren erforderlich sind, um die Aktien von QUADRAT CAPITAL und SYCAMORE zurückzuerhalten. Nach der Darstellung von LUCKOW wurde mit dem Gerichtsurteil die rechtliche Grundlage für weitere Gerichtsverfahren hergestellt. In der Sache selbst ist im Sinne der ICO Investoren damit jetzt noch gar nichts entschieden.

In anderen Worten heisst das, dass offenbar Matthias WOESTMANN derzeit noch immer Kontrolle über die ENVION AG ht. Das bedeutet wohl auch, dass Michael LUCKOW und das Gründerteam rund um die TRADO GmbH knoch eine Kontrolle über die Mittel der ENVION AG haben und damit die Aufnahme der Massenproduktion der „Mobile Mining Units (MMU)“ weiterhin verzögert werden könnte.

Ausweg für Investoren


Auf Grund der verfügbaren Informationen und Darstellungen ist für die ICO Investoren derzeit nichts entschieden. Diese vorläufige Entscheidung der Gerichts in Berlin ist nur für die Aktionäre der ENVION AG interessant nicht aber für die ICO Investoren.

Der einzige Ausweg aus dieser komplizierten Situation scheint eine außergerichtliche Einigung zwischen den beiden Gründerteams zu sein. Diesbezüglich könnte das Urteil von letzter Woche allerdings viel Gutes für die ICO Investoren bewirkt haben. Es besteht die Hoffnung, dass damit Matthias WOESTMANN und seine Partner für einen außergerichtlichem Vergleich zugänglich geworden sind.

Wir sind allerdings noch immer mit ICO Investoren konfrontiert, die den Gründerteam rund um die TRADO GmbH nach wie vor die Manipulation rund um den Smart Contract, die unrechtmäßige Verwässerung und den Verkauf der Gründer-Token während der Lock-Up-Periode vorwerfen. Diesbezüglich berichten wir in Kürze ausführlich.

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