Binäre Optionen und Krypto – Broker und ihre Schlachten

XtraderFx

FinTelegram hat in den letzten Wochen intensiv über die illegalen Broker-Plattform XtraderFX berichtet. Dabei haben wir sowohl über die vielen Warnungen der diversen Finanzmarktaufsichtsbehörden wie der UK FCA berichtet wie auch über die zahlreichen Beschwerden von Anleger im Rahmen der EFRI Kampagne zur Wiedergewinnung verlorener Anlegergelder bei XtraderFX, SafeMarkets und Golden Markets.


Der Kampf um Kunden

Vor kurzen haben wir nach langen Verhandlungen mit den Verantwortlichen von XtraderFX ein Gespräch führen können. Wie berichtet haben sich diese bereit erklärt, sich die Beschwerden aus der EFRI-Kampagne anzusehen und Lösungen für die enttäuschten Investoren zu finden. Im Zuge dieser Gespräche haben wir festgestellt, dass es innerhalb der Broker-Szene heftige Kämpfe um Marktanteile und Kunden gibt. Dabei wird auch mit heftigen Mitteln wie DDOS-Attacken gearbeitet.

Die Umstellung der Domain von XtraderFX.com und XtraderFX.net auf XTrader-FX.com hat angeblich seine Ursachen in den dauernden Angriffen gegen XtraderFX. Es werden darüber hinaus auch Fake-Seiten wie xfx.report errichtet, die offenbar dazu dienen, Anleger in die Irre zu führen. Die Verantwortlichen von XtraderFX haben uns mitgeteilt, dass es betreffend diese Vorkommnisse eine Untersuchung geben wird. Wir würden über die Ergebnisse dieser Untersuchung am Laufenden gehalten werden. Wir können derzeit mangels weiterer Daten nicht abschätzen inwieweit diese Angriffe auf XtraderFX und die angeblichen Fake-Seiten dazu beigetragen haben, dass Kundengelder nicht ausbezahlt wurden. Diesbezüglich erwarten wir in Kürze weitere Informationen.

Verbot der Binären Optionen

Der Hintergrund dieser Scharmützel in der Broker-Szene dürfte auch unmittelbar mit dem Verbot der Binären Optionen durch Israel, EU und den nordamerikanischen Ländern in Verbindung stehen. Damit wurde die riesige Binäre Options-Industrie mit ihren vielen Boiler Rooms, Software-Entwicklern und Marketing-Unternehmen von weiteren Einnahmen abgeschnitten. Es werden neue Geschäftsmodelle wie Kryptowährungen gesucht aber auch diese befinden sich derzeit im sogenannten Krypto-Winter. Darüber hinaus haben die Aufsichtsbehörden auch diesbezüglich bereits restriktive Regulierungen erlassen. So sieht die U.S. Securities Exchange Commission (SEC) die meisten kryptografischen Tokens als Wertpapiere. Damit benötigen die Broker entsprechende Lizenzen und Erlaubnisse.

Verhaftungen und Anklagen

Neben den regulativen Maßnahmen ist die Branche der Binären Optionen und illegalen Broker auch durch die zahlreichen Verhaftungen und Anklagen bedroht. Vor allem die U.S. Behörden gegen mit konsequenter Härte gegen die Firmen und Leute aus diesem Bereich vor. Zuletzt wurde Anklage gegen Lee ELBAZ und drei Mitarbeiter der israelischen Binäre Options-Firma YUKOM COMMUNICATIONS erhoben (FinTelegram Artikel hier). Die U.S. Ankläger behaupten, dass das Unternehmen und die handelnden Personen Dutzende Millionen von betrogenen Binäre Optionen-Anlegern erschwindelt haben. Insofern wird ein Teil des Kampfes in der Szene wohl auch darauf zurückzuführen sein. Die wechselseitigen Schuldzuweisungen der Akteure haben bereits zu zahlreichen zivil- und strafrechtlichen Aktionen geführt. Viele davon sind FinTelegram bekannt.

Wir werden über die Fortschritte der Verhandlungen der EFRI Kampagne mit den Betreibern der Broker-Seiten über die Entschädigung berichtet und natürlich auch über die weitere Entwicklung der Kämpfe in diesem Bereich.

Illegale Broker und Forderungen melden

Sollten Sie Kenntnis über illegal agierende Broker haben oder geschädigt worden sein, dann melden Sie bitte ihre Kenntnisse und Forderungen an die EFRI Kampagne. Diese bemüht sich um Lösungen und teilt die Informationen mit den zuständigen Behörden.

Forderungen und Vorkommnisse an EFRI melden

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