Bitte Warten! Das Januar Update zur Envion Liquidation

EFRI Kampagne für Envion Liquidation

Bitte Warten!

Momentan heißt es in der Envion-Causa für die Token-Investoren vor allem „Bitte Warten„! Der vom Schweizer Konkursgericht bestellte Liquidator arbeitet sich derzeit in die Causa ein. Es wird erwartet, dass danach auf der Webseite www.envion-konkurs.ch die weiteren Schritte angekündigt werden und den Tokeninvestoren mitgeteilt wird, wie bei der Anmeldung der Forderung vorzugehen sein wird.

Status der EFRI-Initiative in Sachen envion

Mit Stand 30. Januar 2019 haben sich rund 250 Token-Investoren bei der envion EFRI Initiative registriert und vertrauen darauf, dass wir ihre Interessen im Envion-Liquidationsverfahren vertreten. Ein großer Teil dieser Investoren hat die EFRI auch mit ihrer Vertretung in der zu erwartenden envion-Gläubigerversammlung beauftragt.

Wir haben auch einen ersten Status unserer Bestandsaufnahme abgeschlossen und können daher folgendes festhalten.

Ermittlung der Anzahl der bei der Liquidation „relevanten“ Token

Die Ausgabe der Gründer-Token (umfassen Founder/Company/Bounty Token) basiert auf einer falschen Anzahl von Subscriber-Tokens. Gemäß dem envion-Prospekt vom 12. Januar 2018 war ein Verhältnis von 83% Subscriber-Token zu 17% Founder/Company/Bounty-Token  vorgesehen.

Diese 17 Prozent der Token wurden unmittelbar nach dem Token Sale emittiert und zur Verfügung an die entsprechenden Wallets transferiert. Da aber größtenteils erst in den Wochen nach Abschluss des Token Sales die KYC und/oder Akkreditierungsprüfungen stattfanden, war die Basis für die Berechnung der 17 % falsch. Im Zuge der KYC-Prüfung wurden die Zuteilung der Tokens nochmals korrigiert. Nicht aber die anteilsmäßigen Founder/Company/Bounty Tokens. Ein systemischer Fehler.

An dieser Stelle ist auch noch zu berücksichtigen, dass nicht wenige der Tokeninvestoren, die mit Kreditkarte gezahlt haben, bis heute nicht über ihre Token verfügen können. Damit ist die Token-Basis für die Berechnung der tatsächlich berechtigten Anzahl der Gründer-Token nochmals zu reduzieren.

Pre-Sale Token

Unmittelbar nach der Abschluss des Token Sales und noch bevor die Gründer-Token ausgegeben wurden, erfolgte auch die pauschale Generierung von 20,5 Mio Tokens für Pre-Sale Investoren. Von diesen 20 Mio Token waren 2,5 Mio Token als „pauschale Reserve“ gedacht und 5 Mio Token für einen russischen Großinvestoren. Weder der russische Großinvestor noch Investoren für die pauschalen Token wurden realisiert. Unabhängig davon wurden aber die 20 Mio Token in die Basis für die Ausgabe der Founder/Company/Bounty-Token inkludiert und bis heute nicht bereinigt.

Da ein Teil dieser illegitimen generierten Founder/Company/Bounty-Token schon über die Sekundärmärkte veräußert wurde, kann man gespannt sein, wie der Liquidator diese Herausforderung lösen wird.

Von den insgesamt 127,4 Mio Token wurden

  • rund 86 Mio Token gegen Entgelt im Token Sale ausgegeben (vor KYC,…),
  • rund 20 Mio Token wurden für Pre-Sale ausgegeben,
  • Beim Rest handelt es sich um Gratistoken für die Founder, die Company und für das Bounty Programm.

„Straight-forward“ Forderungen gegenüber der Envion AG

Viele der Investoren, die mit Kreditkarte gezahlt haben, erhielten bis dato ihren Zugangscode (PIN) zu den erworbenen Token nicht. Damit wurde die Zeichnung des Tokenerwerbs nicht rechtsgültig abgeschlossen und diese Forderungen sind unseres Erachtens als „normale“ zinstragende Forderungen zu werten.

Investoren, die das KYC und/oder Akkreditierungsverfahren nicht geschafft haben, wurde entgegen der expliziten Zusicherung im envion-Prospekt ihr Geld nicht rücküberwiesen. Auch diese Forderungen qualifizieren sich als „normale“ zinstragende Forderungen.

Bounty Token für die erbrachten Werbedienstleistungen wurden bis dato ebenfalls nicht an die Dienstleister übertragen, auch diese Forderungen können nun als „normale“ zinstragende Forderungen angemeldet werden.

Einer hohen Anzahl von Kleininvestoren wurden ihre EVN Token NIE übertragen. Die Einmeldungen bei EFRI deuten darauf hin, dass viele Kleininvestoren bis zu mehreren 100 Euros nie ihre Tokens übertragen erhalten haben. Auch diese Kleinbeträge qualifizieren sich für eine zinstragende Anmeldung im Liquidationsverfahren.

Obige Forderungen können unserer Ansicht nach zum Umrechnungskurs des ETH und BTC zum Zeitpunkt der Einzahlung geltend gemacht werden und um einen Zinsbetrag erhöht werden.

Gründer schlossen Webseite, soziale Kanäle und Zugang zum Dashboard

Am 15. Jänner 2019 schlossen Michael LUCKOW und sein Team (nur sie haben Zugang zu den Online-Medien) auf Anweisung des Liquidators hin sämtliche sozialen Kanäle und Webpräsenzen der envion.  Lediglich der Hinweis auf die Seite des Konkursverwalters www.konkurs-envion.ch scheint noch auf.

Der Liquidator begründet die Vorgangsweise wie folgt:

Begründung für Schließung der Kanäle vom Liquidator
Begründung für Schließung der Kanäle vom Liquidator

Der Pressesprecher des Gründerteams Martin LAURENT postete folgende Information auf dem Telegram-Channel der EnvionFounder, der immer noch geöffnet ist.

Laurent statement on the shutting down of all social media channels

Am selben Tag kam es offensichtlich auch zur Schließung des EVN Dashboards, da auch dieses nicht mehr erreichbar ist seit dem 15. Jänner 2019.

Dashboard was shut down
Dashboard was closed down

Viele der Investoren haben ihre im Token Sale erworbenen EVN Token nie von den von Envion zur Verfügung gestellten Wallets wegtransferiert. Diese Token wurden defacto von der TRADO GmbH administriert – vergleichbar mit einer zentralen Krypto-Börse. Durch das Nichtverfügbarkeit des Dashboards, können diese Investoren jetzt nicht mehr über ihre Token verfügen.

Bis dato gibt es keine Rückmeldung von Laurent ob die Probleme mit AWS geklärt werden konnten. Wir haben nun beim Liquidator nachgefragt und dieser hat zugesagt sich um die Angelegenheit „Dashboard“ zu kümmern.

EVN-Tokens werden massiv zugekauft

Die unsichere Situation über die Vorgangsweise des Liquidators führt auch zu Spekulationskäufen von EVN Token auf den Sekundärmärkten.

So gibt es inzwischen zwei Wallets, die massive Zukäufe von EVN-Tokens über die letzten Wochen aufweisen:

Zugekauft wurden die EVN Token am Sekundärmarkt um Preise von EUR 0,07 und darunter. Es wird interessant sein, zu sehen, ob diese Spekulationen zum gewünschten Resultat für die Spekulanten führen werden und wie der Liquidator damit umgehen wird.

[Bis zum nächsten Update]

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