DER „BUMP AND DUMP“ ICO PROMOTOR JOHN MCAFEE MUSS WEGEN MORDES VOR GERICHT

John McAfee und Martin Laurent auf Ibiza

Wer nach einer Person sucht, die die Verrücktheit des Krypto- und ICO-Hypes des Jahres 2017 verkörpert, der wird mit John MCAFEE fündig (hier sein Wikipedia-Eintrag). Der US-Tech-Unternehmer ist ein bunter und verrückter Hund. Bekannt wurde er in den 1980er Jahren als Cybersecurity Pionier durch seine Anti-Virus-Software. Die Firma hat er 1994 an Intel verkauft. Sein Vermögen wurde damals auf USD 100 Millionen geschätzt aber er soll danach einen Großteil durch schlechte Investments und seltsamen Lebensstil verloren haben. Auch für MCAFEE war die ICO-Hype eine neue Geldquelle auf Kosten naiver Investoren.


Drogen, Mord, Waffen und Sexueller Missbrauch

MCAFEE ist ein Mann der Extreme, verfügt über ein lockeres Moral-Kostüm und kann wohl berechtigt als durchgeknallt bezeichnet werden. Er wurde 2012 auf Belize wegen Drogenproduktion und unerlaubten Waffenbesitzes festgenommen aber wieder freigelassen. Die Behörden auf Belize haben MCAFRE verdächtigt, seinen Nachbarn – ebenfalls ein ausgewanderter US-Staatsbürger – erschossen zu haben. Auch soll er seine damalige Geschäftspartnerin sexuell attackiert haben. Er ist daraufhin aus Belize nach Guatemala geflohen wo er wegen illegaler Einreise festgenommen wurde. Der Auslieferung nach Belize ist er nach eigenen Angaben durch Vortäuschung einer Herzattacke entgangen. Er wurde sein Heimatland USA ausgeliefert wo er 2015 wegen Fahrens unter Drogeneinfluss erneut verhaftet wurde. Die publizierten Geschichten über seine Zeit in Belize führt John MCAFEE darauf zurück, dass das Land eine Bananen-Republik wäre, in der man sich solche Fake-Geschichten kaufen kann. Alles wäre erstunken und erlogen.

Das wilde Leben des John MCAFEE scheint auch Hollywood zu faszinieren. Unter dem Titel „König des Dschungels soll sein verfilmtes Leben in die Kinos kommen. Ursprünglich war Johnny DEPP für die Rolle des John MCAFEE gehandelt worden aber jetzt soll es der ehemalige Batman-Darsteller Michael KEATON sein.

Bump und Dump mit Krypto

Im ICO-Hype ist er dadurch aufgefallen, dass er sich und seine Gefolgschaft in den sozialen Medien für teures Geld and ICOs verkauft hat. Dafür hat John MACAFFE bzw. sein Team den einen oder anderen Tweet abgesetzt und ein paar Worte zum jeweiligen ICO-Projekt verloren. Angeblich hat er bis zu USD 500.000 pro Tweet verlangt. Die ICO-Projekte standen Schlange. Die U.S. Securities Exchange Commission (SEC) hat dem dann ein Ende gesetzt und MCAFEE abgemahnt. Dafür wurde die SEC von ihm mit Schmähungen bedacht.

Für europäische ICO’s dürfte sich aber MCAFEE hergeben, denn zuletzt wurde er mit dem ENVION Anchorman Martin LAURENT auf Twitter gesehen. Dieser veranstaltet nach dem ICO-Desaster von ENVION mit 30.000 betrogenen Investoren mit der RISE ECO einen neuen ICO. Offenbar mit freundlicher Unterstützung von John MCAFEE.

Rückblickend wissen wir, dass mehr als 90% der ICO’s nur „Pump and Dump“ Schemata waren mit dem Ziel, Investoren abzuzocken. Im deutschsprachigen Raum steht dafür sicher der ENVION ICO über den um die USD 100 Millionen von 30.000 Investoren eingesammelt wurden. Wegen Streiterein der ENVION-Aktionäre ist das Projekt tot und das Geld der Investoren weg. Im mehr oder weniger rechtsfreien Raum des ICO-Hypes hatte man wenig zu befürchten. Alles war möglich. Man musste nur auffallen und die Aufmerksamkeit der ICO-Investoren auf sich lenken. Das war die richtige Aufgabe von John MCAFEE, der damit viel Geld gemacht hat. Es lässt sich auch einfach nachvollziehbar argumentieren, dass die Teilnahme von John MCAFEE an einem ICO ein starker Hinweis auf ein Scam-Projekt darstellt.

Verantwortung vor Gericht

Nun ist bekannt geworden, dass ein Gericht in Florida John MCAFEE für die Ermordung seines Nachbarn in Belize zur Verantwortung ziehen wird. Eine in Florida angestrengte Klage der Verwandten des Ermordeten wird zugelassen (hier das Urteil). Die entsprechende Gerichtsverhandlung soll am 10. Januar 2019 stattfinden.

Wir werden sehen, ob John MCAFEE in den nächsten Monaten auch noch für sein Bump and Dump“ Schema rund um Kryptowährungen und ICO’s von Behörden und Investoren belangt wird. Es wäre jedenfalls wünschenswert.

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