Deutsche BaFin bereitet permanentes Verbot von Binären Optionen und CFDs vor

BaFin plant Verbot von Binären Optionen und CFD

Anfang Dezember 2018 hatte die deutsche Finanzmarktaufsichtsbehörde BaFin gemeinsam mit dem deutschen BKA vor den Betrugssystemen im Online-Trading gewarnt.

Nun will die BaFin auch die Regelungen entsprechend verschärfen und nach dem geplanten Verbot der Binären Optionen auch sogenannte CFDs – Contracts for Difference oder Differenzkontrakte – massiv einschränken. CFD sind als finanzielle Differenzgeschäfte und Finanzinstrumente in den MiFID-Direktiven und den einzelstaatlichen Gesetzen definiert. Zu CFD im Sinne dieser Allgemeinverfügung gehören auch Rolling-Spot-Forex-Produkte und finanzielle Differenzwetten (Financial Spread Bets).

Die BaFin sieht vor, die Vermarktung, den Vertrieb und den Verkauf von CFD an Privatkunden in Deutschland weitgehend zu verbieten. Ausgenommen von dem Verbot sollen unter anderem CFDs mit unabdingbarem Initial-Margin-Schutz für Kleinanleger sein.  Mit dem Verbot der CFD bereitet sich die Behörde auf das Auslaufen des temporären Produktintervention der Europäischen Wertpapier-und Marktaufsichtsbehörde ESMA vor.

Dazu hat die deutsche Aufsicht einen Entwurf einer Allgemeinverfügung veröffentlicht. Darin plant sie unter anderem das Nachschusspflichtverbot für Kleinanleger in Deutschland weiter aufrechterhalten. Dieses hatte die BaFin bereits im Mai 2017 und die ESMA anschließend ab August 2018 vorübergehend auch für die gesamte Europäische Union ausgesprochen. Die temporäre Regelung der ESMA sieht darüber hinaus maximal zulässige Hebel, automatisierte Verlustbegrenzungen, Vermarktungsbeschränkungen sowie standardisierte, deutliche Risikohinweise vor. Auch diese Schutzmaßnahmen für Kleinanleger wird die BaFin nun in ihre geplante Allgemeinverfügung übernehmen.

Mit der geplanten Regelung will die BaFin das Schutzniveau in Deutschland dauerhaft an jene der ESMA anpassen. Dies soll verhindern, dass es zu Ausweichbewegungen von Anbietern aus anderen EU-Ländern kommt.

Um einen umfassenden Schutz deutscher Kleinanleger vor den Risiken beim Handel mit CFD zu gewährleisten, ist es daher notwendig zu verhindern, dass Anbieter von CFD in Länder der EU ausweichen, in denen die Vermarktung, der Vertrieb und der Verkauf von CFD an Kleinanleger am geringsten oder gar nicht reguliert sind

Die BaFin äußert erhebliche Bedenken für den Anlegerschutz bei CFD die aus der Komplexität der Berechnung ihrer Wertentwicklung resultieren. Die Hebelwirkung führt bei CFD schnell zum Verlust der Beherrschbarkeit der Gewinnentwicklungen von CFD und macht es einem durchschnittlichen Kleinanleger nahezu unmöglich, die Wahrscheinlichkeit von Verlusten und somit die Erfolgsaussichten seiner Anlage zu antizipieren.

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