DIE „METHODE BRATISLAVA“ ODER DAS KRYPTO-DRAMA DER BITRUSH CORP

Journist in Bratislava ermordet

Bratislava gilt auf Grund des verfilzten politischen Systems und der Korruption als „Schwarzes Loch“ in der Europäischen Union. Die slowakische Hauptstadt ist nach wie vor ein Zentrum der internationalen Geldwäsche und die Heimat der „Methode Bratislava“: die Anwendung von Gewalt und kriminellen Mitteln zur Durchsetzung wirtschaftlicher Vorteile. So auch im Fall der feindliche Übernahme des Krypto-Unternehmens Bitrush Corp.


Bereits 1997 hatte die damalige U.S. Außenministerin Madeleine Albright der Slowakei dieses wenig schmeichelhafte Prädikat verliehen. Die Zeitschrift Politico wiederholte diesen Vorwurf im März 2018 nach der Ermordung des Journalisten Jan KUCIAK.

In der letzten Woche haben die Ermittlungsbehörde in Bratislava ihre Erkenntnisse in Bezug auf die Ermordung des Journalisten Jan KUCIAK und seiner Freundin Martina KUSNIROVA bekanntgegeben. Nach den letzten Medienberichten soll demgemäß der slowakische Unternehmer Marian KOCNERIN den Mord in Auftrag gegeben haben. Für insgesamt EUR 70.000 wäre demgemäß der Mord an dem Journalisten beauftragt worden, weil dieser gegen den Unternehmer ermittelt hatte.

Bratislava hat in der internationalen kriminellen Szene längst schon einen traurigen Ruf erworben. Auch im Zuge unserer Recherchen zu den Betrugsnetzwerken hinter den Binären Optionen tauchen immer wieder slowakische Banken und Personen auf. Bratislava ist angeblich auch der angebliche Sitz der tschetschenischen Mafia und mit Sicherheit ein Zentrum der internationalen Geldwäsche. Slowakische Banken und Unternehmer haben ein sehr seltsames Verständnis von den Anti-Money Laundering (AML) Regelungen.

Fallbeispiel „Methode Bratislava“: Die kanadische BitRush Corp

Ein Fallbeispiel für die „Methode Bratislava“ Rund um die börsennotierte kanadische BitRush Corp spielt ebenfalls Geldwäsche eine wichtige Rolle. Zu den Aktionären der BitRush Corp zählen neben dem russischen Banker Ilya KLIGMAN auch die slowakische Familie rund um den Unternehmer Igor WOLLNER. Gemeinsam mit ihrem österreichischen Partner Hans-Joerg WAGNER haben sie sich über die in Singapur registrierte HSRC Investment Pte. Ltd an der Bitrush Corp beteiligt. Die Bitrush Corp war 2015 eines der weltweit ersten börsennotierten Krypto-Unternehmen und damit natürlich sehr interessant für Investoren.

Ende 2016 kam es zwischen den Gründern der BitRush Corp und den Aktionären rund um die WOLLNER-Familie zum Zerwürfnis. Die von Igor WOLLNER angeführte Aktionärsgruppe bestand darauf, mit einer Gruppe von Leuten Geschäfte zu machen, die nachweislich in illegale Aktivitäten und Geldwäsche verwickelt waren. Das Kerngeschäft dieser Leute bestand darin, diverse Binäre Optionen-Plattformen zu betreiben und Geldwäsche-Aktivitäten im großen Stil durchzuführen in welche auch der Sohn des früheren tschechoslowakischen Ministerpräsidenten involviert war. Igor WOLLNER selbst ist ein Teil des slowakischen Establishments und war ein enger Freund des damaligen slowakischen Premierministers.

Die BitRush-Gründer wie auch der damalige CEO haben sich bereits damals nach ausführlicher Prüfung geweigert, an diesen Geschäften mitzuwirken und wurden daraufhin von den Aktionären der HSRC Investment bedroht und brutal aus dem Unternehmen entfernt. Teure Anwälte und kriminelle Methoden haben das möglich gemacht.

Die Gründer haben entsprechende Anzeigen wegen Geldwäsche wurden in London und Wien eingebracht und die Behörden ermitteln bis heute. Es folgten Drohungen und die teuren kanadischen Anwälte finanziert von der Familie WOLLNER eröffneten eine rechtliche Schlacht gegen die Gründer. Es wurden Leute bestochen, damit falsche eidesstattliche Erklärungen für das Gericht geliefert wurden. Auch vor der Polizei erfolgten falsche Aussagen, die später widerrufen werden mussten. Kurz: die „Methode Bratislava“ wurden konsequent umgesetzt.

Bis heute werden die Gründer, darunter auch der CEO von FinTelegram, von diesen Leuten bedroht und verleumdet. Die Spuren führen dabei immer wieder nach Bratislava. Der slowakische Unternehmer Igor WOLLNER war dabei nie zimperlich in der Wahl der Mittel. Dies konnte auch ein kanadischer Investor feststellen, der versucht hatte zwischen den Gründern der BitRush Corp und Igor WOLLNER zu verhandeln.

Die Zeit als Verbündeter

Die Zeit hat den Gründern der BitRush Corp recht gegeben. Die Binären Optionen sind 2018 in der EU, Israel, Kanada und vielen anderen Ländern verboten. Einige der damals von den Gründern abgelehnten Geschäftsleute werden ganz offiziell krimineller Aktivitäten verdächtigt und sind behördlichen Verfolgungen ausgesetzt. Die Times of Israel hat umfassende Berichte über die Betrugsindustrie „Binäre Optionen“ gebracht. Nach dem Ausscheiden der Gründer wurde die BitRush Cop in den „RIP Mode“ gefahren. Es werden keinerlei geschäftliche Aktivitäten gesetzt. Vielmehr versucht man schlicht und einfach, das Unternehmen entschlafen zu lassen und damit die schlimmen Vorgänge zu begraben. Die BitRush Corp kann als trauriges Beispiel für die vielfach kriminellen Aktivitäten im Krypto-Bereich gesehen werden wie auch für die „Methode Bratislava“.

[Fortsetzung folgt]

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