DIE SELTSAME WELT DES DR. JULIAN HOSP

Julian Hosp und sein urheberrechtlich geschützter Lebenslauf

Der vergessene Lebensabschnitt

Wir haben vor einigen Monaten auf Grundlage von Informationen von Whistleblowern Berichte über die Tätigkeit des österreichischen Crypto-Guru Julian HOSP für das MLM-System LYONESS (mittlerweile in Cashback umfirmiert) gebracht. Zu diesem Zweck haben wir mit hochrangigen Leuten aus der LYONESS-Organisation gesprochen und uns entsprechende Bestätigungen geholt. Wir haben über das Web-Archiv, Slideshare und den sozialen Medien viele alte Dokumente von Julian HOSP verfasste Dokumente aus dieser Zeit gefunden und entsprechende Links bzw. Referenzen in unsere Beiträge eingebaut.

Das Spannende an dieser Geschichte ist weniger, dass Julian HOSP als führender Distributor in Asien für LYONESS tätig war. Das Spannende ist, dass diese wichtigen Jahre seiner Tätigkeit in seinen Lebensläufen und seinen öffentlichen Darstellungen wie auch in direkten Gesprächen verschweigt. HOSP ist irgendwo um die 33 Jahre alt, hat Medizin studiert und wurde in seinen Mit-Zwanzigern fertig. Danach hat er wahrscheinlich den üblichen Turnus in einem Spital gemacht. Facharzt ist er sicher nicht. Insofern ist das Berufsleben des Julian HOSP bisher ein kurzes und davon hat er ein paar Jahre bei LYONESS verbracht. Entscheidende Jahre also, die unseres Erachtens in seinem Lebenslauf nicht fehlen sollten. Das auch, weil LYNOESS ein höchst umstrittenes System ist. Viele Anleger und Behörden halten LYONESS für ein Schneeball- oder Pyramidensystem. Daher ist LYONESS auch in einigen Ländern bereits verboten.

Die Fälschung?

Zunächst hat jemand, der Julian HOSP angeblich sehr nahe steht behauptet, dass FinTelegram den Lebenslauf des Julian HOSP gefälscht hätte (Download hier). Hallo, geht’s denn noch? Warum sollten wir so etwas machen? Ein Motiv dafür wäre doch nett, oder? Hinzu kommt, dass hier bisher nur einer die Wahrheit verschwiegen hat.

Ein urheberrechtlich geschützter Lebenslauf

Der Vorwurf der Fälschung ist nach einer neuen Aktion des Julian HOSP zunächst vom Tisch. Anfang Oktober 2018 hat er über Google eine Urheberrechtsverletzung der Lumen-Datenbank eintragen wegen der Veröffentlichung SEINES Lebenslaufes eintragen lassen. Konkret geht es um folgende URL:

Naja, denken wir uns. Wenigstens steht jetzt außer Frage, dass der Lebenslauf echt ist. Im Lumen-Filing argumentiert HOSP, dass FinTelegram nicht berechtigt wäre SEINEN Lebenslauf zu speichern und zu veröffentlichen. Das wäre eine Urheberrechtsverletzung und dürfte von FinTelegram nicht online gehostet werden:

They have uploaded my CV – revealing personal details – which they are not allowed to do. This is my personal CV – it is not online and they are not allowed to host it online.

Festgehalten wird…

Also, damit wir das jetzt noch einmal mit offizieller und von Julian HOSP über Google auf Lumen hinterlegter Stellungnahme festhalten:

  • der Lebenslauf ist richtig und wichtig;
  • Julian HOSP war über Jahre hinweg ein führender Distributor für das österreichische LYONESS-System.

Bei LYONESS hatte er nach eigenen Angaben in SEINEM Lebenslauf eine Struktur mit 25.000 Menschen aufgebaut. In der MLM-Sprache von LYONESS bedeutet das übersetzt, dass 25.000 Leute in der LYONESS von Julian HOSP und seinen Downlinern angeworben wurden. Und das ist wirklich beeindruckend, oder?

Weniger beeindruckend und ist, dass Julian HOSP als öffentliche Person (www.julianhosp.com), die im Rahmen des ICO von TenX irgendwo um die USD 80 Millionen eingesammelt hat, meint, dass sein öffentlich im Web zugänglicher Lebenslauf eine privates und schützenswertes Dokument wäre. Das ist seltsam, oder? Kommuniziert HOSP doch auch ungefragt alle möglichen und unmöglichen Details seines Lebens über alle möglichen online- und offline-Kanäle.

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