EFRI Kampagne Blue Trading und Markets-Trading – Ansprüche gegen illegale Zahlungsverkehrsdienstleister

BaFin ordnet Einstellung der Germanika GmbH an

Die illegalen Broker-Schemata wären ohne bereitwillig mitwirkende Zahlungsverkehrsdienstleister nicht möglich gewesen. FinTelegram hat schon mehrfach auf diesen vielfach unbemerkten Umstand hingewiesen. Vor allem die illegalen Zahlungsverkehrsdienstleister in Deutschland und Tschechien wie B2G GmbH, StronIT GmbH, Germanika GmbH oder TrustSecure GmbH sind hier als Beitragstäter zu nennen. FinTelegram hat in seinen Recherchen einen Schwerpunkt auf diese Illegalen Zahlungsverkehrsdienstleister gelegt und vor kurzem ein Porträt der Xtrabit s.r.o. gebracht.


Scheingeschäfte und Geldwäsche

Die Mitwirkung dieser illegalen Zahlungsverkehrsdienstleister beim Betrug der Broker-Schemata ist ein umfangreicher. Diese Zahlungen unter Angabe von falschen Verwendungszwecken im Auftrag der Betreiber der betrügerischen Broker-Schemata entgegengenommen. Kunden dieser Broker haben Zahlungen beispielsweise mit dem Zahlungszweck „Marketing Services“ durchgeführt. Die Kunden haben aber regelmäßig weder eine entsprechende Rechnung über diese angeblichen Tätigkeiten erhalten. Es werden Scheingeschäfte vorgetäuscht und wohl auch interne Scheinrechnungen ausgestellt. Damit begehen diese Zahlungsverkehrsdienstleister wohl auch Steuerbetrug. Dienstleistungen sind regelmäßig einer Umsatzsteuer zu unterwerfen. Darüber hinaus betreiben diese Unternehmen und ihre Mitarbeiter Geldwäsche.

Die deutsche Finanzmarktaufsichtsbehörde BaFin ist auf einige dieser unauthorisiert agierenden Zahlungsverkehrsdienstleister aufmerksam geworden und hat diese zur Einstellung des Geschäftsbetriebs aufgefordert. Beispielsweise die StronIT GmbH oder die Germanika GmbH.

Schadenersatz und Hintermänner

Die EFRI-Kampagnen werden sich daher mit ihren Anwälten verstärkt an diese Zahlungsverkehrsdienstleister wenden. Abgesehen von strafrechtlichen Konsequenzen sind diese sind unseres Erachtens als Mitwirkende an den Broker-Systemen den einzahlenden Klienten gegenüber schadenersatzpflichtig. Darüber hinaus verfügen sie über die Daten der Betreiber der Broker-Schemata und müssen diese freiwillig oder gerichtlich erzwungen offenlegen. Diese Zahlungsverkehrsdienstleister wie B2G GmbH und deren Geschäftsführer Oleg Shvartsman und Rainer Treuer kennen die Betreiber der illegalen Broker-Schemata wie Blue Trading, Markets-Trading, Option888 oder XtraderFX. Und deren Bankdaten.

In den nächsten Tagen werden die Anwälte der verschiedenen EFRI-Kampagnen mit entsprechenden Aktionen gegen diese Zahlungsverkehrsdienstleister starten. Ein weiterer Schritt im Kampf gegen die Abzockerei durch illegale Broker.

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