EFRI Kampagne COINTED Update – Dimensionen des internationalen Anlegerbetrugs

Swiss Crypto Group AG, Charli AHO, Daniil Orlov, Eduard Orloff

In Österreich ist der Fall der COINTED bereits seit Monaten als Strafsache bei der zuständigen Staatsanwaltschaft anhängig. Die EFRI Kampagne zur Rückgewinnung von Geldern geschädigter Anleger wurde bereits im November 2018 unter Mitwirkung von FinTelegram gestartet. Seither haben zahlreiche Personen ihre Forderungen eingemeldet und Informationen geliefert. Der vermutliche Betrugsfall rund um die Krypto-Projekte COINTED und OPTIOMENT ist mit Sicherheit einer der europaweit größten Anlegerbetrugs-Schemata im Kryptobereich. Weltweit sollen mehr als 10.000 Anleger aus verschiedensten Jurisdiktionen um mehr als 100 Millionen EURO geprellt worden sein.


Die österreichische Staatsanwaltschaft ermittelt

Die österreichische COINTED GmbH ist in Konkurs, die internationalen Unternehmen hingegen sind noch am Leben. Nach zwei Hausdurchsuchungen werden noch immer die Daten ausgewertet – leider etwas sehr schleppend. Die Suche nach den verschwundenen Millionen gestaltet sich offensichtlich sehr schwierig. Bekanntlich ist COINTED auch direkt verbunden mit dem Strafsache OPTIOMENT bei welcher rund 10.000 Anleger mit bis zu 100 Millionen EURO geschädigt wurden. Nun haben wir Unterlagen erhalten, die belegen dass auch in der Schweiz bereits Strafanzeigen gegen Charlie AHO und Daniil ORLOV  bei den zuständigen Behörden anhängig sind.

Die Schweizer Staatsanwaltschaft ermittelt

Unter dem Aktenzeichen VAR 2018 97-SID werden bei der Staatsanwaltschaft ZUG Ermittlungen geführt. Im Zuge der EFRI-Initiative zur Rückgewinnung von Geldern geschädigter Anleger haben wir derzeit mit allen Ermittlungsbehörden Kontakt und bereiten Informationen auf.

Nach den uns vorliegenden Informationen wurde seitens involvierter Schweizer Personen auch eine Anzeige gegen die handelnden Personen wegen  Geldwäscheverdacht eingebracht. Diesbezüglich liegen detaillierte Angaben über einige beteiligte Firmen, Personen und Bankverbindungen vor.

Wer sind die Täter?

Die ehemaligen Gesellschafter der österreichischen COINTED – Christopher RIEDER, Wolfgang THALER, Charli AHO und Daniil ORLOV – geben sich wechselseitig die Schuld an den Geschehnissen in der Cointed Strafsache.

Geht es nach CHARLIE AHO ist Christopher RIEDER der Haupttäter und dessen Freund und Partner Wolfgang THALER der willige Beitragstäter. Charli AHO ist offensichtlich nur allzubereit, die Ermittlungsbehörden zu unterstützen um Christopher RIEDER und Wolfgang THALER als Haupt – und Alleinschuldige zu identifizieren.

Tatsächlich wird aber immer offensichtlicher aus den uns vorliegenden Unterlagen, dass Charli AHO, Daniil ORLOV und dessen Vater Eduard ORLOFF massgebliche Drahtzieher in der Cointed-Strafsache sind.

Um den Betrug an den Investoren im Zuge des 2017er Krypto-Hypes effizient durchführen zu können, schreckten Charlie Aho und Daniil ORLOV auch nicht davor zurück positive Medienberichterstattung käuflich zu erwerben.

Die Schlüsselfirmen, über welche die Anlegergelder verschoben wurden, gehören ebenfalls den Familien ORLOV (ORLOFF) und AHO.

Neben den vielen Firmen im Umfeld der COINTED GmbH, betreiben die beiden Familien derzeit gemeinsam mit ihrem österreichischen Partner Roman SCHMATZER eine Reihe neuer Unternehmen und Marken wie die Luxusmarke HOUSE OF ORLOFF oder die BITBROTHERS in Malta und Wien.

Die SWISS CRYPTO NET AG

Im Zentrum der Geldverschiebungen rund um die COINTED dürfte die Schweizer SWISS CRYPTO NET AG stehen. Diese firmierte bis Januar 2018 als SWISS CRYPTO GROUP AG und wurde von Charli AHO und Daniil ORLOV sowie dessen Vater Eduard ORLOFF gegründet. Im Zuge des ICO der COINTED wurde im damaligen Whitepaper und im Transparenzbericht die SWISS CRYPTO GROUP AG als Tochterunternehmen der COINTED dargestellt. Das hat jedoch nicht der Wahrheit entsprochen. Tatsächlich stand die SWISS CRYPTO GROUP AG immer unter der Kontrolle von Charli AHO und Daniil ORLOV.

Tatsächlich haben sowohl Christopher RIEDER wie auch die österreichische COINTED GmbH Zahlungen an die SWISS CRYPTO GROUP AG in Millionenhöhe geleistet und zwar zweckbestimmt für den Ankauf von Krypto-Mining-Equipment. Die SWISS CRYPTO GROUP AG überwies die Gelder dann weiter nach Asien, Russland usw.  Wohin die erworbene Mining-Hardware geliefert wurde, ist bis dato umstritten, ein heißer Tip dürfte die polnische Tochter der SWISS CRYPTO NET AG sein.

Die polnische Krypto-Mining-Tochter

Angeblich befinden sich auch Krypto-Mining Server zahlreicher früherer COINTED Crypto-Mining Kunden derzeit in Polen und werden von der polnischen Tochter der SWISS CRYPTO NET AG  verwaltet. Bei der polnischen SWISS CRYPTO GROUP POLAND Z.O.O. hält laut polnischem Firmenbuch Eduard ORLOFF 75% der Gesellschaftsanteile und sein Sohn Daniil OLORV die restlichen 25%. Tatsächlich soll das Unternehmen aber der Schweizer Muttergesellschaft gehören.

Zahlungsströme und Bankdaten

Über die EFRI Kampagne wurden bereits viele neue Informationen sichergestellt. So wurden Kopien von Bankauszügen der beteiligten Firmen SWISS CRYPTO GROUP AG, COINTED GmbH, CRYPTO UNITY OG  und BITBROTHERS zur Verfügung gestellt. Wir können daher einige Geldströme nachvollziehen. Das alleine ergibt einen Wirtschaftskrimi. Zahlungen aus verschiedensten Ländern wie Russland, England, Schweiz, Österreich, China und Hong Kong zeigen die globale Dimension dieses vermutlichen Anlegerbetrugs.

EFRI Sachverhaltsdarstellung

In enger Zusammenarbeit mit den teilnehmenden geschädigten Anlegern und deren Rechtsvertretern arbeitet EFRI derzeit an einer umfassenden Sachverhaltsdarstellung. Diese soll den ermittelnden Behörden aber auch dem Konkursverwalter einen Überblick über die komplexen und weltweiten Verstrickungen geben.

Meldung von Forderungen und Vorkommnissen

Sollten Sie zu den Geschädigten der COINTED bzw. der Herren Charli AHO, Daniil ORLOV, Wolfgang THALER oder der SWISS CRYPTO NET AG gehören, dann melden Sie sich bitte über die EFRI-Seite. Die Initiatoren der Kampagnen stehen Ihnen unentgeltlich für Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Forderung und Vorkommnisse bei EFRI melden

 

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here