Ende des Krypto-Winters scheint in Sicht

BTC Candle Stick Chart

Im Dezember 2017 hat der Bitcoin-Preis die $20,000-Marke gekratzt. Der ICO-Hype war am Höhepunkt und hat Unmengen an neuen Kryptowährungen produziert. Die meisten dieser Kryptowährungen waren/sind nichts wert und sind zwischenzeitlich weitgehend verschwunden. 2017 waren diese neuen Kryptowährungen hingegen begehrte Spekulationsobjekte. Damit man diese neuen Kryptowährungen kaufen konnte benötigte man Bitcoins oder Ethereum was wiederum deren Preise in die Höhe getrieben hat. Jeder wollte Kryptos vor dem Crash Ende 2017.

2018 war das Jahr des Krypto-Winters der sich 2019 seinem Ende nähern könnte. Der Bärenzyklus könnte 2019/20 wieder zum Bullenzyklus drehen. Vieles deutet darauf hin. Vorsicht ist aber weiterhin angebracht. Konjunktiv bleibt dominanter Verb-Modus.


ICO-Hype und der Krypto-Winter

Ende 2017 ist die ICO-Blase geplatzt und hat den sogenannten Krypto-Winter eingeleitet. 2018 hat sich die Krypto-Leitwährung Bitcoin (BTC) stets in Richtung Süden bewegt und neue Tiefen getestet. Der Boden wurde bisher bei knapp $3,200 getestet womit der BTC teilweise über 80% seines Wertes seit dem Höhepunkt im Dezember 2017 verloren hat.

In den ersten beiden April-Tagen 2019 hat der BTC dann einen Sprung von $4,100 auf auf über $5,000 gemacht und hält sich seither über dieser kritischen Marke. Auch der Ether (ETH) hat eine beeindruckende Erholung hinter sich und bewegt sich über der Marke von $170. Mitte April 2019 beträgt die Krypto-Marktkapitalisierung über alle Crypto Assets knapp $180 Milliarden.

Nicht nur der BTC Preis hat sich erfreulich entwickelt. Die guten Unternehmen des Krypto-Universums haben den Krypto-Winter genutzt, um in aller Ruhe ihre Entwicklung und Expansion voranzutreiben. Coinbase hat vor kurzen angekündigt, dass man in weiteren 11 Ländern seine Krypto-zu-Krypto-Exchange-Services anbieten werde. Damit ist Coinbase in 53 Ländern aktiv und einer der global Player. Coinbase ist mit Binance und Kraken Treiber der Krypto-Trading-Szene.

Regulatoren machen den Krypto-Frühling

Erfreulich ist auch der Fortgang der regulatorischen Entwicklung. Die Finanzmarktaufsichtsbehörden der meisten Jurisdiktionen haben mittlerweile zumindest ein regulatorisches Verständnis für Blockchains und Kryptowährungen entwickelt. Das regulatorische Nirvana von 2017 ist vorbei.

Der ICO-Hype 2017 hat die Regulatoren massiv überfordert. Zwischenzeitlich hat vor allem die US Securities and Exchange Commission (SEC) über zahlreiche Fälle ein praxisbezogenes regulatorisches Rahmenwerk für die Ausgabe von Kryptowährungen entwickelt und klargestellt, dass sie im Zweifelsfall Kryptowährungen als Wertpapier betrachtet.

Die herbeigesehnte Genehmigung eines Krypto-ETFs durch die SEC hat zwar bisher noch nicht stattgefunden aber das scheint nur eine Frage der Zeit. Auch die Wall Street und das Finanz-Establishment hat den Krypto-Winter genutzt, um sich auf den erwarteten Krypto-Frühling vorzubereiten.

Die Entwicklung der sogenannten Security Token Offerings (STO) als blockchain-basierte Alternative zu Initial Public Offerings (IPO) von Aktien ist ebenfalls vorangeschritten. Wir erwarten daher für das zweite Halbjahr die ersten STOs was endgültig den Krypto-Frühling einleiten würde.

Krypto, Forex und Scams

Die FOREX-Branche sieht dem Krypto-Frühling nach dem Verbot der Binären Optionen mit großer Sehnsucht entgegen, vor allem im Retail-Bereich. Und hier ist auch das große Bedrohungspotenzial zu erwarten. Bereits in den letzten Monaten hat das FinTelegram Recherche Team festgestellt, dass Kryptowährungen von den Scams und illegalen Broker als neues Potenzial zum Abzocken von Kleinanlegern genutzt werden. Hier gilt es, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Fazit – derzeit Tauwetter mit Hinweisen auf Frühling. Kurze Frostperioden allerdings weiterhin möglich. Aprilwetter!

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