ENVION CAUSA: BEHÖRDEN DÜRFTEN LIQUIDATION DER ICO-EMITTENTIN ANORDNEN

ENVION - Jurisdictions and Court Cases

Die deutsche Rechtsanwaltskanzlei CLLB vertritt einige Investoren aus dem ENVION ICO. Am 25. November 2018 hat der für ENVION zuständige CLLB-Partner Istvan COCRON auf LinkedIn ein Update zur Situation publiziert. Demgemäß sollen lt. Insidern die Schweizer Behörden die Liquidation von ENVION bereits beschlossen haben. Grund dafür ist, dass sich kein Wirtschaftsprüfer für die Schweizer ENVION AG finden lässt. Angeblich wäre in Kürze auch der Bericht, der von der Schweizer Finanzmarktaufsichtsbehörde FINMA als Untersuchungsbeauftragten bestellten Rechtsanwaltskanzlei GHR Rechtsanwälte AG zu erwarten.

Sollten dieser Status zutreffend sein, dann sind die ENVION und ihre Proponenten definitiv nur mehr ein Fall für die Gerichte. Dann würde jede ohnehin schon nur mehr theoretische Möglichkeit der baldigen Aufnahme des Geschäftsbetriebs endgültig begraben werden müssen.


Liquidation im Interesse der Investoren

Wir haben vor kurzem einen Statusbericht zur „Gerichtsakte ENVION“ gebracht und darin auch die entsprechenden Aktenzeichen inkludiert. Nach einigen Monaten Arbeit der diversen involvierten Behörden dürften wie erwartet zeitnah entsprechende Aktionen gegen die ENVION AG als Emittent der EVN Token erfolgen. ENVION ist sogar innerhalb der noch jungen und damit rechtlich noch nicht gefestigten Krypto-Szene eine schwarze Perle und ein Beispiel dafür wie Token Sales nicht gemacht werden dürfen und sollen.

FinTelegram hat schon vor einigen Monaten die Meinung vertreten, dass angesichts der verfahrenen Situation bei ENVION eine behördlich angeordnete und überwachte Liquidation das beste für die ENVION Investoren wäre. Die Gründer des ENVION-Projektes rund um die Berliner TRADO GmbH und Michael LUCKOW scheinen immer noch ein Interesse an einer Fortführung der Schweizer ENVION AG zu haben. Auf der anderen Seite scheint der ehemalige ENVION-Vorstand Matthias WOESTMANN jedoch nicht in der Lage zu sein das Geschäft von ENVION hochzufahren. Dafür fehlt WOESTMANN nach glaubhaften Aussagen aller Involvierten die entsprechende Kompetenz. Er war lediglich als Frontman für den ICO eingesetzt.

Nach den diversen Angaben in den Akten bei Gericht und Staatsanwaltschaft sollen zwischen EUR 10 bis 17 Mio Investorengelder an Michael LUCKOW und/oder seine TRADO GmbH geflossen sein. Vor Gericht argumentiert LUCKOW damit, dass die TRADO  entsprechende Leistungen für die ENVION AG erbracht hätte.

Die anderen Projekte des ENVION-Teams

LUCKOW und sein Team sind definitiv nicht die naiven Gründer, die von WOESTMANN und seinen Freunden über den Tisch gezogen wurden. In der Vergangenheit des Michael LUCKOW finden sich zahlreiche Unternehmen und Projekte, die sich bis nach Asien erstrecken. Es finden sich in dieser Geschichte auch Insolvenzen, Klagen und verschachtelte Beteiligungen.  LUCKOW ist ein erfahrener Unternehmer und der ENVION ICO war nur ein weiteres seiner Projekte. Angesichts seiner Vergangenheit ist aber auch nachvollziehbar, dass er und die TRADO GmbH nicht im Prospekt der ENVION stehen wollten. Warum die involvierten Prospektanwälte das zugelassen haben entzieht sich unserem Verständnis.

Rise Eco - Invest like a Billionaire
Rise Eco – Invest like a Billionaire

Zuletzt sind Michael LUCKOW und sein Kommunikator Martin LAURENT durch die Teilnahme am RISE ECO aufgefallen. Über die BerlinTechnologyGroup (BTG) wollten sie über andere Frontmänner wieder einen ICO durchführen und den Anlegern mit dem Slogan „Invest like a Billionaire“ schmackhaft machen. Mit Nikita FUCHS hat das Projekt auch denselben zuständigen Smart Contract-Techniker wie ENVION (FinTelegram-Bericht hier). Zur Erinnerung – Investoren werfen den ENVION-Gründern die Manipulation des Smart Contracts zum Schaden der Investoren vor (FinTelegram-Bericht hier). Zunächst wurde der RISE ICO in den sozialen Medien sogar als „BaFin Compliant“ beworben. In der Telegram-Gruppe wurde die Mitwirkung der Berliner Rechtsanwaltskanzlei DWR dargelegt – ja, das ist eben jene Rechtsanwaltskanzlei von LUCKOW, die auch den ICO Prospekt der ENVION erstellt und/oder geprüft hat. Letztlich musste der RISE ECO ICO verschoben werden, weil es offenbar doch Probleme mit der BaFin gab.

Wir werden in Kürze einen ausführlichen Beitrag über die Projekte des ENVION-Gründerteams bringen. Dies auch, um den mehr als 30.000 Investoren der ENVION zu zeigen, dass die derzeit vom Gründerteam verfolgte PR-Strategie der „unschuldigen Opfer“ so nicht stimmt. Damit wollen wir keinesfalls behaupten, dass der ENVION-Mitgründer und nunmehriger Matthias WOESTMANN frei von Verantwortung oder schuld wäre. Im Gegenteil, als Vorstand der ENVION AG hat er letztlich die Verantwortung für die falsche Kommunikation und das falsche Prospekt gegenüber den ICO-Investoren zu übernehmen. Aber der Alleintäter in dieser riesigen Geldvernichtungsaktion ist er definitiv nicht. Investoren sollten sich mit ihren zweifellos berechtigten Anprüchen an alle Akteure des „Projektes ENVION“ wenden.

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