ENVION DA CAPO: DER ICO DER DEUTSCHEN RISE ECO UND DIE HANDELNDEN PERSONEN

Der Skandal rund um den ICO der ENVION AG ist noch lange nicht ausgestanden. Derzeit sind Staatsanwaltschaft, Gerichte, Rechtsanwälte und die Schweizer Finanzmarktaufsichtsbehörde FINMA und deren Bevollmächtigte damit befasst. Laut involvierten Rechtsanwälten prüft darüber hinaus auch die deutsche BaFin die Vorgänge rund um den ICO der ENVION AG. Die Aufarbeitung wird mit Sicherheit noch viele Monate, wenn nicht Jahre erfordern. Das hindert die ENVION-Macher aber nicht daran, mit der RISE ECO den nächsten Anlauf eines „deutschen“ ICO’s zu nehmen.


Die ENVION-Verantwortlichen streiten

Man könnte natürlich der Meinung sein, dass man mit den 100 Millionen Dollar der ICO-Investoren beruhigt streiten kann. Geld für Anwälte, Gerichte und Medien ist genug vorhanden. Solange sich die handelnden Akteure der ENVION wechselseitig die Schuld zuschieben und Gerichte sowie Behörden noch keine rechtskräften Urteile gefällt haben, ist das Streiten ein mediales Spektakel. Und dabei hat die Aktionärsgruppe rund um Michael LUCKOW mit Martin LAURENT einen gewichtigen Vorteil.

Der ENVION Cheerleader Martin LAURENT
Der ENVION Cheerleader Martin LAURENT

Die beiden Aktionärsgruppen rund um Michael LUCKOW und Martin LAURENT einerseits und Matthias WOESTMANN andererseits bemühen sich, darzulegen, dass die jeweils andere Seite Schuld ist an der Katastrophe für die ICO-Investoren. Es gut um rund USD 100 Millionen, die der ENVION AG von rund 30.000 Investoren für die Errichtung des Krypto-Minings zur Verfügung gestellt wurden. Im Umgang mit den sozialen Medien und der Presse ist dabei die Aktionärsgruppe rund um Michael LUCKOW im Vorteil, hat sie doch in Martin LAURENT einen gnadenlosen Stimmungsmacher und Cheerleader.

Matthias WOESTMANN - Anchorman und Aktien-Künstler
Matthias WOESTMANN – Anchorman und Aktien-Künstler

Es hat sich mittlerweile zweifelsfrei herausgestellt, dass die ENVION AG nie ordnungsgemäß gearbeitet hat, die ENVION AG lediglich eine leere Hülle war und die ICO-Investoren in die Irre geführt wurden. Im Gesamtzusammenhang darf man berechtigt die Frage stellen, ob tatsächlich jemals geplant war, die ENVION ordnungsgemäß aufzusetzen. Die Vorgeschichte des Matthias WOESTMANN mit „Pump-and-Dump“-Aktionen mit (kanadischen) Penny-Stocks und seiner Webseite „Der Börsenmann“ nährt die Vermutung einer vorsätzlichen Abzockerei (mehr in diesem Artikel).

Nicht die ENVION AG hält beispielsweise die behaupteten Assets, sondern die von Michael LUCKOW geführte TRADO GmbH. Das widerspricht den öffentlichen Aussagen im White Paper und den Verkaufsunterlagen. Wer genau wieviel Geld (oder Kryptowährungen) aus dem ICO hat, ist nicht wirklich feststellbar. Beide Parteien haben offenbar Verfügungsgewalt über Teile der Investorengelder.

ENVION beschädigt die deutsche Krypto-Szene

Im mittlerweile kollabierten ICO-Hype wurden leichtgläubige Investoren mit den Prädikat „ICO made in Germany“ verführt zu glauben, dass alles dem bekannten deutschen Qualitätsstandard entspricht. Die ENVION AG als Schweizer Vehikel hat da noch eines draufgesetzt und den „Crypto-Valley-Spirit“ vermittelt. Matthias WOESTMANN, ein ehemaliger TV-Sprecher und Unternehmer, völlig unkundig im Blockchainbereich, wird als Frontman installiert und schon waren die ohnehin vom FOMO-Fieber befallenen Krypto-Investoren hin und weg. Letztlich war die ENVION nur ein Potemkinsches Dorf und der ICO ein Betrug an 30.000 Investoren. Bereichert haben sich bisher nur die ENVION-Gründer und deren Berater.

Tatsache ist, dass die Akteure der ENVION den Ruf der gesamten Krypto-Industrie massiv beschädigt haben und eigentlich „Szenen-Verbot“ bekommen sollten. Hier einige ausgewählte Pressemeldungen zur Cause ENVION:

Ob die ENVION AG dieses Debakel überlebt, scheint nach den letzten Aussagen fraglich. Von Überschuldung ist die Rede und von Liquidation. Auf der Seite der Berliner Rechtsanwaltskanzlei CLLB, die enttäuschte ICO-Investoren der ENVION vertritt, kann man den Status nachlesen.

Einer geht noch! Neuer Anlauf um Investorengelder

Die wichtigsten Akteure hinter ENVION AG lassen sich von dem angerichteten Debakel aber nicht abschrecken. Schon arbeiten Martin LAURENT und Nikita FUCHS  am nächsten ICO-Projekt. Alle arbeiten in der neu gegründeten BerlinTechnologyGroup (BTG) und haben bereits das ICO von Envion betreut.  Diesmal soll alles sauber, super-transparent und vor allem in Übereinstimmung mit den Regeln der deutschen Finanzmarktaufsichtsbehörde BaFin abgewickelt werden. Das Projekt nennt sich RISE ECO und bereitet mit Unterstützung der deutschen Rechtsanwaltskanzlei DWF den STO der Rise vor. Das ist ebenjene Rechtsanwaltskanzlei die ENVION aufgesetzt hat.

Unsere Experten haben sich in den letzten Tagen den geplanten Token Sale von RISE ECO näher angesehen und dabei massive Zweifel an der Seriosität des Angebots bekommen. Für eine kritische Diskussion am Telegram-Kanal der RISE ECO stand Martin LAURENT (alias Clay) in bewährter Weise NICHT zur Verfügung. Wie bereits am Telegram-Kanal von ENVION werden die kritischen Leute gnadenlos gesperrt und gleich auch denunziert. Falsche Aussagen über die viel gerühmte  BaFin-Compliance müssen von den knapp 18.000 Mitgliedern des RISE-Kanals bitte kritiklos hingenommen werden. Es handelt sich beim STO im übrigen auch diesesmal wieder um ein Genusscheinmodell (ebenso wie bei Envion), wobei weder eine Genehmigung noch eine Prüfung der BaFin erfolgte, da ohnehin in Deutschland nur Investoren ab € 200.000 mitmachen können (findet sich im Kleingedruckten in der neuen Version des White Papers).

Diskussionen auf BitcoinTalk

Auch auf BitcoinTalk gibt es inzwischen jede Menge kritischer Stimmen zu diesem Token Sale.

BitcoinTalk #Rise
BitcoinTalk #Rise

Vorläufiges Fazit zum RISE ECO STO

 

Der Token Sale  der RISE ECO folgt unter der marketingtechnischer und Envion-erprobter Aufsicht des begabten Cheerleaders Martin LAURENT wenig überraschend dem dramaturgischem Muster der ENVION mit großartigen bis marktschreierische Ankündigungen, die bei näherer Betrachtung nicht haltbar sind. Kritische Leute werden vom Medienvertreter des Projekts – Martin LAURENT – weggesperrt im buchstäblichen Sinn des Wortes. Die viel gerühmte BaFin-Compliance  – als Zusicherung an die Investoren, dass die BaFin sich das Projekt angesehen hat – ist ebenso wenig vorhanden wie bei ENVION AG die Assets.

Anmerkung: das Layout der Webseite wurde in den letzten 24 Stunden einem Refurbishment unterzogen und die marktschreierischen Aussagen reduziert. Nur leider – bzw. GottSeiDank für die potentiellen Investoren – vergisst das Internet nicht (und wir auch nicht)!

 

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