ENVION Liquidation: Update und Informationen zu einem neuen Strafantrag

EFRI Kampagne für Envion Liquidation

Vierwöchige Frist für Forderungs-Anmeldung beim Konkursgericht hat noch nicht begonnen

Im Rahmen unserer EFRI-Initiative haben sich bis dato Gläubiger der Trado GmbH/envion ag aus beinahe jedem Land der Welt bei uns gemeldet mit der Bitte sie bei der Einmeldung von Forderungen gegenüber der ENVION AG bzw. der TRADO GmbH zu unterstützen.

Auf die Anfrage von mehreren Investoren hin, hat die Kanzlei Wenger Plattner mit email vom 17. Dezember 2018 nochmals bestätigt, dass die vierwöchige Frist zur Anmeldung der Forderungen für die Gläubiger der envion AG noch nicht begonnen hat. Dies ist auch heute, am 28. Dezember 2018, noch nicht der Fall.

Eine entsprechende Verlautbarung wird auf der Webseite www.envion-konkurs.ch bzw. auf www.shab.ch erfolgen. Die Kanzlei Wenger Plattner hat weiters mitgeteilt, dass sie sich momentan mit der Erfassung der geschäftlichen Aktivitäten der envion AG und den Vorgängen rund um den Token Sale beschäftigt. Das vor allem auch, um definieren zu können, welche Informationen von den Gläubigern (Tokeninhabern) bei der Anmeldung der Forderungen noch vorgelegt werden müssen. Nur so wird der Bestand der Forderungen rechtssicher nachgewiesen werden können. Der Originaltext der email von Wenger Plattner wurde veröffentlicht auf dem Telegram-Channel EnvionInvestors (administriert von Investoren der Envion) und ist dort auch nachzulesen.

Wir empfehlen im Übrigen die Registrierung auf dem Telegram Channel der envioninvestoren, um weitere aktuelle Informationen zu dem Liquidationsprozess zu erhalten.

Strafverfahren wegen Unterschlagung unter AZ 257 Js 665/18  wurde eröffnet

Im Zuge der Erfassung der Anmeldungen für die Liquidation der ENVION AG im Rahmen unserer EFRI Kampagne wurde offensichtlich, dass es dabei nicht nur um Rückzahlungen aus den Genussrechten der envion ag (Token-Forderungen) geht. Es gibt darüber hinaus auch längst überfällige Forderungen gegenüber den Projektbetreibern (TRADO GmbH und ENVION AG), die von den Gläubigern nun im Zuge der Liquidation ebenfalls geltend gemacht werden müssen.

So wurden Investorengelder von der Trado GmbH/envion AG vereinbarungswidrig in folgenden Fällen bis dato (12 Monate nach Token Sale) nicht rücküberwiesen an die Investoren:

  • nach einer nicht erfolgreichen KYC-Verifizierung,
  • einer nicht erfolgreichen Verifizierung der Akkreditierung von US-Investoren oder
  • nach nicht erfolgter PIN-Übermittlung für zugeteilte EVN-Token nach Kreditkartenzahlungen.Durch die nicht erfolgte PIN-Übermittlung konnten diese Investoren bis dato (12 Monate nach Geldüberweisung) nicht über die ihnen zugewiesenen Token verfügen.

Da Investorengelder aus diesen Titeln trotz mehrfacher Aufforderung bis dato nicht rücküberwiesen wurden und es sich offensichtlich um Beträge in Millionenhöhe handelt, hat Istvan COCRON von der Rechtsanwaltskanzlei CLLB Strafantrag gegen die involvierten Personen bei TRADO/envion wegen Unterschlagung aus diesem Titel gestellt. Das entsprechende Verfahren ist unter der AZ 257 Js 665/18 bei der Staatsanwaltschaft Berlin, Abteilung IT Kriminalität anhängig.

Gläubiger aus diesen Rechtstiteln können und sollten sich diesem Strafantrag als Privatbeteiligte anschließen. Wir sind dabei eine entsprechende Liste zu erstellen. Der Privatbeteiligtenanschluss für die betroffenen ENVION-Gläubiger wird vom EFRI-Team empfohlen.
Forderungsanmeldungen können hier auf der EFRI-Seite durchgeführt werden

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