FMA Investorenwarnung – Trotz Verhaftung von Gal Barak werden illegale Broker-Seiten weitergeführt.

FMA warnt for XtraderFX und GPay

Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA hat heute Anleger vor der illegalen Broker-Plattform XtraderFX gewarnt. Diese gehört zum Netzwerk der E&G Bulgaria des Israeli Gal Barak und seiner Partner Gery Shalon und Vladislav Smirnov. Während Gal Barak im Rahmen einer internationalen Polizeiaktion festgenommen wurde und auf die Auslieferung nach Österreich wartet werden die Betrugsseiten fortgeführt. Nach den FinTelegram vorliegenden Informationen führen derzeit die Partner von Gal Barak und seine Lebensgefährtin Marina Andreeva die Geschäfte und schädigen weiterhin die Anleger mit Unterstützung illegaler deutscher Zahlungsverkehrsanbieter.


Die vielen Leben des israelischen Betrugssystems

Es ist erstaunlich, wie wenig die zuständigen Behörden in Israel und Bulgarien aufgedeckten und damit bekannten Betrugssystemen entgegensetzen. Da schaffen die österreichischen Ermittlungsbehörden nach vielen Monaten Arbeit einen Zugriff auf ein in Bulgarien von Israelis betriebenen Online-Betrugssystems. Sie schaffen auch die Verhaftung des Kopfes – des israelischen Staatsbürgers Gal Barak.

Die österreichischen Beamten ziehen ab und die bulgarischen Behörden entlassen Gal Barak aber wegen angeblicher Gesundheitsprobleme in den Hausarrest. Von wo er mit seinen Partnern weiterhin die Betrugsseiten betreibt. Das ist den Behörden auch bekannt.

Hilflose EU?

Angesichts der Vorgangsweise der bulgarischen Behörden darf man schon hinterfragen warum ein EU-Staat wie Bulgarien dermaßen fahrlässig mit EU-Anlegern umgeht. Die bulgarische Investbank betreibt Geldwäsche im großen Stil und die EU Finanzmarktaufsichtsbehörden sehen zu.

Dutzende israelische Staatsbürger wie Gal Barak oder Kfir Levy betreiben in Bulgarien illegale Broker, schädigen damit nachweislich und bekannterweise dutzende Tausende EU-Bürger und das seit Jahren. Und nichts passiert. Es bedarf österreichischer Behörden, die nur versucht, ihre Staatsbürger zu schützen. Ist das die politische Gesinnung der EU?

Sogar eine Wirtschaftsunion muss in der Lage sein, ihre Bürger innerhalb der Union zu schützen. Wo Wirtschaft betrieben wird, passiert auch Betrug. Das ist Fakt. Offenbar können wir zwar innerhalb der EU wirtschaftlich ohne Grenzen arbeiten aber die Behörden sind nicht in der Lage grenzüberschreitend zu arbeiten. Das ist doch ein massiver Designfehler, oder?

Hallo! Wo sind die deutschen Behörden?

FinTelegram hat in den letzten Tagen über das betrügerische Broker-System Blue Trading berichtet. Auch dieses arbeitet wieder mit den bereits bekannten illegalen Zahlungsverkehrsanbietern wie B2G GmbH, P2P GmbH oder StronIT GmbH. Innerhalb der juristischen Zuständigkeit der Deutschen. Bei Blue Trading haben sich mittlerweile hunderte Geschädigte bei FinTelegram gemeldet. Alle berichten, dass die Einzahlungen in das betrügerische Broker-System über illegale deutsche Zahlungsverkehrsanbieter erfolgt ist.

Die deutsche Finanzmarktaufsichtsbehörde BaFin hat im Dezember 2018 die StronIT GmbH zur Einstellung der illegalen Zahlungsverkehrsdienstleistungen aufgefordert. Ohne erkennbaren Erfolg. Halten wir also fest, dass die systematische Schädigung von Kleinanlegern aus der ganzen Welt durch deutsche Unternehmen (a) den zuständigen Behörden seit langem bekannt ist und (b) nichts dagegen unternommen wird. Und noch immer wird agiert. Das ist unverständlich. Insofern ist Bulgarien nicht so weit von Deutschland entfernt!

Im der Blue Trading Causa sind in erster Linie UK-Anleger betroffen und diese fragen sich, warum die deutschen Behörden das zulassen. Das fragen wir uns bei FinTelegram auch.

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