Illegale Broker zerschlagen – Option888-Betreiber und Veltyco-Gründer Uwe Lenhoff verhaftet

Veltyco Lenhoff Network of Companies

Die europäische Online-Landschaft ist den letzten Wochen um einiges sicherer geworden. In einer der größten Cybercrime-Aktionen haben die Polizeibehörden aus Deutschland, Österreich und Bulgarien das wohl größte Netzwerk illegaler Broker und Scammer zerschlagen. Mit den Verhaftungen des Israeli Gal BARAK und des Deutschen Uwe LENHOFF verliert die europäische Cybercrime-Szene zwei der größten und aggressivsten Protagonisten. Das sind gute Nachrichten für die Online-Szene.


Das Cybercrime Urgestein

Der Deutsche Uwe LENHOFF hat über sein Netzwerk an Offshore-Unternehmen und die UK börsennotierte VELTYCO über illegale Brokerseiten, Online-Lottoseiten und andere Casino- und Glücksspielseiten Millionen von Anlegern abgezockt. Zum dunklen Imperium des Uwe LENHOFF gehörten unter anderem die illegalen Broker-Seiten Option888, TradoVest oder XMarkets. Speziell in Deutschland und Österreich haben viele Anleger Millionen mit Option888 verloren. FinTelegram sind einzelne Investoren bekannt, die auf Option888 mit Binären Optionen hunderttausende Euro verloren haben. Viele dieser abgezockten Anleger haben Anzeige erstattet und damit die Ermittlungen und Polizeiaktionen ausgelöst.

Neben den Broker-Seiten wird im LENHOFF-Netzwerk auch LOTTOPALACE betrieben über welche Wetten auf Lotteriezahlten, Bingo und Rubbellose angeboten werden. FinTelegram erhält immer wieder Beschwerden von Kunden von LOTTOPLACE, die ihr Geld nicht ausbezahlt bekommen.

Die Vorwürfe gegen LENHOFF sind dem Vernehmen nach umfangreich. Sie reichen von gewerbsmäßigen Betrug bis hin zur Geldwäsche.

Die börsennotierte VELTYCO

Es ist derzeit noch unklar, wie es mit dem Firmenkonstrukt von LENHOFF weitergeht. Dem Vernehmen nach soll sich die börsennotierte VELTYCO GROUP PLC rund den Holländer Marcel NOORDELOOS und seinem holländischen Landsmann Dirk Jan BAKKER neu formieren. Es werden diesbezüglich wohl massive Anstrengungen unternommen, um die VELTYCO aus dem Kriminalfall rund um Uwe LENHOFF und Gal BARAK herauszuhalten.

Zuletzt wurde von Seiten VELTYCO verlautbart, dass man gegen die Firmen von LENHOFF wie die CELESTIAL TRADING oder ALTAIR ENTERTAINMENT rechtlich vorgehen wolle. Diese beiden LENHOFF-Firmen schulden der VELTYCO laut offizieller Darstellung rund EUR 10 Millionen. VELTYCO ist berüchtigt dafür, dass man nicht oder nur sehr selektiv über die wahren Umstände berichtet. Vor allem die Geschäfte mit verbundenen Unternehmen oder die Offenlegung der wirtschaftlichen Eigentümer werden den Aktionären und dem Kapitalmarkt nicht offengelegt.

Es ist derzeit nicht klar, wie die VELTYCO es schaffen könnte, sich neu zu erfinden. Derzeit ist die Webseite des Unternehmens „under construction“. Verlautbarungen zu den Vorkommnissen rund um den Gründer und Hauptaktionär Uwe LENHOFF gibt es derzeit nicht.

Die bulgarische Division

LENHOFF war auch Aktionär der bulgarischen TRADOLOGIC von Gal BARAK. Gemeinsam mit dem Israeli Gery SHALON und dem Russen Vladislav SMIRNOV war LENHOFF an diesem Ast des bulgarischen Netzwerkes von Gal BARAK beteiligt. Die TRADOLOGIC selbst ist Teil der Ermittlungen der Behörden. Die illegalen Broker-Seiten von LENHOFF wie Option888 sind als White Label-Lösungen von TRADOLOGIC betrieben worden.

Gemeinsam mit dem Österreicher Joachim KALCHER hat sich LENHOFF im Bereich der Kryptowährungen engagiert. Die VELTYCO hält 51% der Anteile an der bulgarischen VARKASSO LTD. Den Rest hält die ebenfalls in Bulgarien registrierte BLACK CYAN LTD von Joachim KALCHER. Dieser wird dem Vernehmen nach von den Polizeibehörden ebenfalls als Verdächtiger geführt.

Varkasso mit Joachim Kalcher, Uwe Lenhoff und Veltyco
Varkasso Ltd mit Joachim Kalcher, Uwe Lenhoff und Veltyco

Forderungen und Schädigungen bei EFRI melden

Anleger, die sich von Option888, TradoVest, XMarkets oder anderen Broker-Seiten geschädigt fühlen können sich über die Webseite der EFFRI-Initiative melden. Diese Seite wird mit Unterstützung der Behörden betrieben mit dem Ziel geschädigte Anleger bei der Rückgewinnung ihrer Gelder bestmöglich zu unterstützen.

Forderungen bei EFRI melden

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