INVESTORENWARNUNG: COINANALYST – DER ANGEBLICHE MEGA-ICO VON NEXUS GLOBAL

Nexus Global und CoinAnalyst ICO

Den Krypto-MLMs geht bei der depressiven Marktstimmung mit verfallenden Preisen die Luft aus. Das kapitalintensive Krypto-Mining bringt schon den „normalen“ Minern Verluste. Provisionsgetriebene MLM-Systeme wie NEXUS GLOBAL oder OMNIA TECH lassen sich damit schon gar nicht finanzieren. Daher fokussieren sich NEXUS GLOBAL und OMNIA TECH und ihre Distributoren jetzt auf FOREX bzw. Krypto-Trading. Das ist weniger kapitalintensiv und herrlich einfach zu manipulieren. Vor allem im Bereich der Penny Token und Shit Coins. Zuletzt haben wir das bei der obskuren NASDACOIN gesehen.

NEXUS GLOBAL setzt jetzt auch auf ICO’s, um so Zugang zu Tokens zu bekommen. Derzeit wird den Mitgliedern der ICO von COINANALYST als Mega-Chance verkauft.


NEXUS GLOBAL und „FOREX Trading“

Christian Michel Scheibener
NEXUS GLOBAL Gründer Christian Michel Scheibener

Das deutsche Krypto-MLM NEXUS GLOBAL rund um Christian Michel SCHEIBENER und Michael THOMALE kann ihren angeblich 75.000 Mitgliedern über Krypto-Mining keine Gewinne mehr bescheren. Bei dem derzeitigen Preisniveau der Krypto-Währungen ist quer über alle Coins und Blockchains das Mining mit Verlusten verbunden. Bei Krypto-MLM-Systemen wie NEXUS GLOBAL wollen aber nicht nur die Mitglieder ihr Geld verdienen, sondern die gesamte Distributionskette will mit Provisionen versorgt werden.

Schon in guten Zeiten mit hohem Preisniveau wie wir es im 4. Quartal 2017 gesehen haben, kann sich ein Krypto-MLM nicht rechnen. Das Krypto-Mining war nie so profitabel, dass sich damit mehrstufige Provisionssysteme bedienen lassen. Das war 2017 nur möglich, weil die Preise der Kryptowährungen stetig anstiegen. Die MLM-Provisionen wurden mit Kursgewinnen gezahlt. In Zeiten stagnierender oder wie zuletzt sogar massiv fallender Kurse funktioniert das nicht. Daher wird jetzt auf den Handel mit Kryptowährungen gesetzt und als FOREX-Trading an die Mitglieder verkauft.

Der „Mega-ICO“ von COINANALYST

NEXUS GLOBAL kündigt den "Mega ICO" von CoinAnalyst an
NEXUS GLOBAL kündigt den „Mega ICO“ von CoinAnalyst an

Per Email hat NEXUS GLOBAL seine Mitglieder darüber informiert, dass man jetzt den „Mega ICO“ von COINANALYST betreiben würde. Das wäre der supercoolste ICO überhaupt, weil der praktisch von der deutschen Finanzmarktaufsichtsbehörde BaFin genehmigt worden wäre („non-action letter“). Der COY wäre ein reiner Utility Token und damit kein Wertpapier, so die Argumentation. Der ICO der COINANALYST läuft laut ICObench bereits seit Juli 2018 und ist offenbar ein veritabler Ladenhüter. Die Kenner der Krypto-Szene haben bisher eine weiten Bogen um das deutsche Projekt gemacht. Es ist nicht bekannt wieviel von den angestrebten EUR 20 Millionen das Projekt tatsächlich schon eingenommen hat durch den Verkauf seiner COY Token. Wir vermuten auf Grund der diversen Postings in Foren und in den sozialen Medien, dass bisher kaum signifikante Einnahmen zu verbuchen waren. Da ist NEXUS GLOBAL mit seinen 75.000 Mitgliedern natürlich sehr attraktiv.

Der ICO wird von der in Frankfurt ansässigen COIN ANALYST UG ( Geschäftsführer Pasquale LAURIA) betrieben und vor allem auf Telegram beworben. In seinem Telegram-Kanal hat das Projekt auch dank der Unterstützung von NEXUS GLOBAL schon mehr als 33.000 Mitglieder und stößt damit in die Dimensionen von ENVION vor.

Ein paar Zahlen zum Projekt

Bei der COIN ANALYST UG handelt es sich lt. White Paper des Projektes um ein Spin-off der Cogia GmbH. Einer Gesellschaft, die schon durchaus Erfahrung mit Crowdinvesting hat, wurde doch erst 2016 ein erfolgreiches Crowdinvesting auf der Plattform Companisto durchgeführt. Das Unternehmen hat sich dort € 365.310,- an nachrangigen Darlehen geholt. Lt. damaligen Pitchdeck wurde das Geld für Marktaktivitäten benötigt, detto wie jetzt. Aus dem Pitchdeck, erstellt für das damalige Crowdfunding, ergibt sich das 2015 und 2016 ein Umsatz von jeweils € 600.000 erzielt wurde mit Kosten von ein wenig mehr als € 600.000,- also mit einem negativen Ergebnis. Dieses Mal werden keine Zahlen angegeben, dafür wurde der angestrebte Betrag massiv erhöht: 1,875 Milliarden Token sollten für 0,01 € pro Token verkauft werden, wobei weder ein Soft Cap noch ein Hard Cap angegeben wird: falls mehr Tokens benötigt werden, werden eben welche nachproduziert (?). Interessanterweise wird die Software der Cogia GmbH zum Preis von 1 Mio an das Spin-off lizenziert, zahlbar in monatlichen Raten von jeweils € 25.000,- Damit hätte dann wohl die Cogia GmbH schon mal 50% ihres Umsatzes für 2018/2019 abgedeckt. Warum plötzlich dieses Unternehmen 20 Mio € an Finanzierungsmitteln aufstellen will, wo es doch 2016 mit einiger Mühe und gerade mal die Finanzierungsgrenze von € 300.000 an Nachrangkapital in einem klassischen Crowdinvestingprozess geschafft hat, ist nach Durchsicht des White Papers nicht erklärbar – obwohl jetzt Buzzwörter wie AI usw. benutzt worden sind, die sich damals nicht im Pitchdeck gefunden haben.

Der ICO-Berater KASTELEIN

Ein großer Minuspunkt des COINANALYST ICOs ist aus unsere Sicht auch die Teilnahme von Richard KASTELEIN als Berater. KASTELEIN war in der Vergangenheit schon dadurch aufgefallen, dass er gegen gute Bezahlung als Berater miserable ICOs und Scams schöngeredet und damit Investoren verführt hat. Lt. ICObench hat KASTELEIN bei 56 (!) ICO Projekten mitgearbeitet und jede Menge Geld damit verdient. Er ist da leider in guter Gesellschaft mit vielen anderen berüchtigten ICO-Beratern. Diese ICO-Berater haben eine hohen Beitrag zu den vielen Scams und den schlechten Ruf der Krypto-Szene geleistet. Gegen Einwurf von Münzen konnte man von diesen ICO-Beratern jede Meinung kaufen. Zuletzt sind die Finanzmarktaufsichtsbehörden in einigen Ländern gegen diese ICO-Berater vorgegangen. Wir erwarten in den nächsten Monaten vermehrt Klagen von Investoren gegen diese Berater.

„Pump and Dump“ als Programm

Zurück zum Engagement der NEXUS GLOBAL beim COINANALYST ICO. Die grundsätzliche Idee von COINANALYST mittels AI-Methoden (?) den Markt der Kryptowährungen zu scannen, um Scams und Chancen zu erkennen, ist sicherlich gut. Allerdings kommt das Projekt zu spät auf den Markt. Der ICO-Hype ist vorbei. Darüber hinaus können wir für die nächsten Monate das Delisting (Verschwinden) vieler „Shit Coins“ und „Dead Coins“ erwarten und auch eine entsprechende Regulierung der Krypto-Börsen. Damit wird vielen  ohnehin der Zugang zu den Krypto-Börsen versperrt bleiben. Die Attraktivität des COINANALYST ICOs hält sich damit derzeit in engen Grenzen und von einer „Mega-Möglichkeit“ oder einem „Mega-ICO“ zu sprechen ist schlicht und einfach die Irreführung von potenziellen Investoren.

Bereits mit der NASDACOIN haben die Distributoren aus dem NEXUS GLOBAL-Schema ein massives Pump and Dump betrieben und nach unseren Berechnung mehrere hunderttausende Euro abgezockt. Wie in unserem Bericht beschrieben, wurde der „Shit Coin“ des brasilianischen MLM-Artisten Josef BAPTIST genutzt, um damit tausenden von Investoren im NEXUS GLOBAL-Umfeld eine scheinbar hoch attraktive Investition vorzuspielen. Verdient haben daran nur die Promotoren des NEXUS GLOBAL-Systems. Diese haben zunächst über einige Wochen die NASDACOINS bei Preisen unter USD 0,1 zugekauft. Danach haben sie die Investoren über marktschreierische Facebook-Postings und Emails in die NASDACOIN hineingeführt und zu Preisen zwischen USD 2 und 4 mit mehreren hundert Prozent Gewinn verkauft.

Die Gefahr für potenzielle Investoren des COINANALYST ist, dass die COY-Preise manipuliert sind. Es ist zu vermuten, dass sich die NEXUS GLOBAL-Leute bereits günstig in die COYs eingekauft haben und jetzt nach dem NASDACOIN-Muster ihre Mitglieder nutzen, um die Preise zu treiben und damit zu deren Lasten exorbitante Gewinne zu erzielen. Null Transparenz aber hundert Prozent Manipulation.

Im übrigen erlaubt die BaFin nicht mit ihren Schreiben Werbung zu machen. Das war auch der Grund warum schlußendlich die RISEECO ihren STO (oder was immer das war) einstellen musste, Die BaFin war nicht amüsiert darüber, dass die RISEECO mit dem Begriff „BAFIN compliant“ Werbung machte. Insofern glauben wir ohnehin, das die CoinAnalyst Leute demnächst Post von der BaFin bekommen werden.

1 Kommentar

  1. Witzig ist vor allem, dass sie vorgeben ihre AI könne Scams erkennen, selbst haben sie aber ganze Abschnitte aus dem Whitepaper von Savedroid abgeschrieben: https://bitcointalk.org/index.php?topic=4517354.msg40722299#msg40722299

    Savedroid wiederum ist offenbar Partner von Coinanalyst und jenes Projekt, dass mit viel Hype und leeren Versprechungen sehr viel Geld einsammelte (ca. 50 Millionen) um dann mit ihrem Exit Scam Scherz im April die eigenen Investoren so zu verstören, dass die nur noch raus wollten. Nachdem sich u.a. auch das Versprechen bald auf einer der fünf Top Börsen gelistet zu werden als Lüge herausstellte fiel der Kurs mit sehr geringem Handelsvolumen auf Mini-Börsen und findet im Grunde keinen Boden mehr da jede noch so kleine Erholung von frustrierten ICO-Käufern zum Ausstieg genutzt wird. Mittlerweile müsste der Preis ungefähr zwanzigfach steigen um wieder in die Nähe des ICO Preises zu kommen.

    Für beide Projekte gilt: Sie können nicht erklären warum sie überhaupt so viel Geld brauchen und wie sie es schaffen wollen dem jeweiligen Token einen solch hohen Wert zu geben. Und da sie das nicht können sind beide Projekte ziemlich konsequent darin kritische Stimmen möglichst schnell aus ihren Chats zu entfernen.

    Glücklicherweise scheinen die von Savedroid geblendeten Investoren aus ihren Fehlern gelernt zu haben und überlassen es jetzt irgendwelchen MLM-Typen die Token von Coinanalyst aufzukaufen. Ich würde wetten die kriegen sie dann auch billiger… höhere Stückzahl und so. Das Schema dürfte dann simpel sein: Zuerst mal viele Token zurückhalten um eine künstliche Verknappung nach dem Listing zu erzeugen. Jene die sich dann vom möglicherweise steigenden Preis blenden lassen und noch einsteigen wollen kaufen teuer, denn ab einem bestimmten Preis würden immer mehr Token die Börse fluten.

    Ich glaube allerdings nicht, dass das funktionieren wird. Denn Coinanalyst wird kein gutes Listing bekommen. Alleine die abgeschriebenen Parts im Whitepaper werden Grund genug dafür sein sie nicht zu listen, mal abgesehen davon das nichts an dem Projekt wirklich interessant erscheint. Das Volumen wäre dann niedrig, vergleichbar mit Savedroid, und genau jene MLM-Jungs die so viele Token gekauft haben finden dann nicht genug Käufer um ihren Kram auch wieder loszuwerden.

    Viel Spass an alle Involvierten.

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