Julian Hosp und der ICO Hype – Viel Lärm um Nichts, lasst uns weitergehen!

 

Seit dem Rücktritt des Österreichischen Blockchain-Experten Julian HOSP als Präsident des Krypto-Startups TenX gehen in der Szene die Wogen hoch. Vor allem für die Krypto-Neulinge und FOMO-Investoren war Julian HOSP eine Gallionsfigur der Krypto-Szene. Er stand wie kaum eine andere Person für den ICO-Hype von 2017 und konnte mit dem TenX ICO auch das entsprechende Referenz-Projekt vorweisen. Kein wichtiges ICO-Event kam ohne ihn aus. Man muss Julian HOSP zu Gute halten, dass er wesentlich dazu beigetragen hat, dass das Thema Kryptowährungen in die Gesellschaft getragen wurde. Politiker haben sich gerne mit Julian HOSP sehen lassen und Vorworte für seine Bücher geschrieben.


Keine böse Absicht

Die Aufdeckung seiner versteckten Tätigkeit für das berüchtigte österreichische Ponzi-Schema LYONESS hat das Image des ICO-Helden angekratzt. In der einsetzenden Diskussion hat HOSP auch keine geeigneten Erklärungen abgegeben. Er hat weder erklärt, warum er seine LYONESS-Tätigkeit aus seinem Lebenslauf gelöscht hat, noch wie nun sein  Abgang bei LYNOESS genau vor sich ging. Das hat notabene die Spekulationen angeheizt. Das war ungeschickt.

Hinzu kommen die seltsamen Umstände seines Mitwirkens als angeblicher Gründer von TenX. Tatsache ist, dass er offenbar nicht Mitgründer von OneBit war, wie das StartUp ursprünglich hieß. Insofern war die diesbezügliche öffentliche Darstellung irreführend. Er war bis Mitte 2017 auch noch kein Blockchain-Experte. Er war ganz einfach ein spätkommender Marketingmann, der den Hype für seine Zwecke geschickt nutzte. Es war wohl keine böse Absicht hinter der Handlungsweise von Julian HOSP, sondern reine Zweckbestimmtheit. Letztlich hat er auch einen wichtigen „Entertainment Faktor“ in die Krypto-Szene gebracht.

Wichtige Themen warten

Zugegeben, Julian HOSP war ganz offensichtlich nie exakt die Person, die er vorgegeben hat zu sein.  Auch damit steht er stellvertretend für die gehypte ICO-Szene des Jahres 2017. Viele ICO-Promotoren haben vorgegeben Projekte und Substanz zu haben. Wie die meisten ICO-Projekte und ihre Token derzeit ihre Bärenphase haben, scheint auch Julian HOSP derzeit die Downside des Hypes zu erfahren. Mit dem Rücktritt als Präsident von TenX und dem Verkauf der PAY-Token hat er auch Schritte gesetzt, die wieder als zumindest ungeschickt beschrieben werden können.  Eines ist aber sicher – diesen Lebensabschnitt in der Krypto-Szene kann er nicht so einfach aus seinem Lebenslauf tilgen wie jenen bei LYONESS.

Das Getue rund um den ICO Hype und Julian HOSP kann man getrost mit „Viel Lärm um Nichts“ abtun. Und sich wichtigeren Themen widmen. Lasst uns weitergehen. Julian HOSP hat den Bärenzyklus oder Krypto-Winter nicht verursacht. Er hat Fehler gemacht, wer nicht?

Für die vielen TenX Investoren bleibt zu hoffen, dass Toby Hönisch, der tatsächliche Founder und CEO des Projektes, seinen Job gut macht und das Projekt erfolgreich umsetzt. Am dafür notwendigen Kapital kann es ja wohl nicht scheitern :).

 

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