BCB4U-Coin ICO: Verkauf über MLM-Schema TYCOON69

MCV-CAP im MÖM-Dress der Tycoon69

Die Team rund um den österreichischen Unternehmer Egon PUTZI hat in den letzten Monaten massiv für das Projekt MCV-CAP geworben und hat vergeblich versucht, Investoren für ihren ICO zu begeistern. Man wolle mit den Investorengeldern die größte Kryptobank der Welt bauen und auch gleich die meistgenutzte Kryptowährung schaffen. FinTelegram hat berichtet, dass MCV-CAP auf dem MLM- und Cash-Back-Schema von ETOXX, einem Projekt von Egon PUTZI, basierte. Eine etwas kleiner Version der berüchtigten LYONESS AG. Der ICO ist gescheitert, jetzt erfindet man sich unter der Marke TYCOON69 und der BCB4U-Coin neu.


Unrealistische Zusagen

Egon Putzi will die weltgrößte Kryptobank bauen
Egon Putzi will die weltgrößte Kryptobank bauen

Das Projekt MCV-CAP rund um Egon PUTZI und seinem Team macht den ICO-Investoren Zusagen, die definitiv nicht gehalten werden können. Man würde die größte Kryptobank der Welt bauen und die meistgenutzte Kryptowährung herausbringen, die als Zentralbank-Geld und als Loyalitäts-Währung zum Einsatz kommen würde. Daneben würde es Kredit- und Debitkarten geben und natürlich auch Bankomaten. In Summe sind die Zusagen von MCV-CAP ein Sammelsurium von geplanten und versprochenen Finanzinstrumenten und Loyalitätsprogrammen, verpackt in einer rechtlich höchst bedenklichen Form.

MCV-CAP kündigt Bankenübernahme auf Telegram an
MCV-CAP kündigt Übernahme von Bank auf Telegram an

Am 4. Dezember 2018 verkündete ein Thomas LIEBERT am Telegram-Kanal von MCV-CAP, dass man mitten im Übernahmeprozess einer Bank in Österreich wäre. Nähere Informationen wurden bis dato keine gegeben. Generell werden im Telegram-Kanal laufend Jubelmeldungen über den Erfolg von MCV-CAP publiziert. Zuletzt auch über tolle Geschäftsmöglichkeiten in Korea. Tatsächlich hat der Kanal gerade einmal 828 Mitglieder und dümpelt vor sich hin. Im Vergleich zu anderen ICO-Projekten wie dem schweizerisch-deutschen Envion mit seinen 16.000 Mitglieder ist der MCV-CAP Kanal nirgendwo. Wie soll man ohne Mitglieder im ICO-Kanal einen erfolgreichen ICO absolvieren? Gar nicht! Insofern kann man nachvollziehen, dass man einen Neustart benötigte und mit TYCOON69 nun einen MLM-Ansatz gewählt hat und die Coin kurzerhand in BCB4U-Coin umbenannt hat. Wie und ob sich dieser Ansatz mit der angestrebten Banklizenz verträgt, darf jedoch bezweifelt werden.

Die vielen irreführenden Behauptungen im Telegram-Kanal und in den sonstigen sozialen Medien könnten in diesem Fall übrigens unserer Ansicht nach auch eine durchaus strafrechtliche Relevanz haben. Ein Unternehmen hat in der Öffentlichkeit nach den gesetzlichen Bestimmungen offen und ehrlich über die tatsächliche Ertrags- Finanz- und Vermögenslage zu berichten und auch hinsichtlich etwaiger Produkte keine Unwahrheiten zu erzählen. Alles andere ist eine Irreführung von Investoren und damit Anleger- oder Kundenbetrug.

TYCOON69 und MCV-CAP

Die TYCOON69 AG wurde im Oktober 2018 im Schweizer Kanton Nidwalden ins Firmenbuch eingetragen. Der Geschäftszweck des Unternehmens ist Promoting, Coaching und Consulting im Bereich Wealth Management. Dieser Geschäftszweck umschreibt leider nur allzu häufig in wenigen Worten die Tätigkeiten vieler MLM-Systeme in der realen Welt. Der Verwaltungsrat des Unternehmens besteht aus Dorothea JUVET-KOSSEL und Christian JUVET. Ein kurzer Blick auf die Webseite von TYCOON69 zeigt, dass es sich bei diesem „neuen ganz tollen Projekt“  um eine Neuauflage des MCV-CAP-Projekts handelt. Anders formuliert: MCV-CAP vereint das Schlimmste aus den beiden Welten Krypto und MLM.

Am Telegram-Kanal der MCV-CAP finden sich nur ein vereinzelte Hinweise auf die TYCOON69. Auf Facebook finden sich jedoch inzwischen mehrere Gruppen und Seiten, die über TYCOON69 das MCV-CAP-Projekt bewerben. Leider ist die Schnittstelle zwischen den Projekten nicht so ganz klar und etwas verwirrend dargestellt. Ein Beitrag von Markus MILLER auf Network Karriere fasst die Situation sehr schön zusammen:

Das Konzept der Initiatoren und Vertriebler von TYCOON69 ist fast schon lächerlich naiv. Beim Lesen der Internetseite von TYCOON69.com musste ich wirklich mehrfach laut lachen. Ich frage mich bei jedem zweiten Satz, den ich gelesen habe: Sind das Komiker oder Dilettanten?

Bekannte Vorbilder

Tatsächlich ist MCV-CAP nicht das erste Krypto-Projekt, das sich in seiner Verzweiflung über den nicht gelungenen Token Sale nun  obskurer MLM-Methoden bedienen will um seine Token doch noch an den Mann oder die Frau zu bringen. Schon Robert VELGHE und seine OMNIA TECH oder Christian Michel SCHEIBENER und seine NEXUS GLOBAL arbeiten mit MLM-Strukturen, um an das Geld der Anleger zu kommen. Allerdings ist die Dreistigkeit der Zusagen von MCV-CAP schon rekordverdächtig. Während OMNIA TECH und NEXUS GLOBAL mit Krypto-Mining und Krypto-Trading arbeiten, will MCV-CAP gleich die größte Kryptobank der Welt samt kryptografischer Zentralbankwährung schaffen.

Fakt ist natürlich, dass sich mit Tokens und der damit „versprochenen immensen zukünftigen fast gesicherten Kurssteigerung“ die unerfahrenen MLM-Systemmitglieder herrlich einfach zufriedenstellen lassen. Zumindest für eine gewisse Zeit. Das hat schon beim Riesenbetrugs-Schema von ONECOIN hervorragend funktioniert.

Fazit

Auf Grundlage unserer Informationen und Einschätzungen prognostizieren wir dem System von MCV-CAP und TYCOON69 ein baldiges Ende mit Schrecken. Es scheint unserer Ansicht nach auch lediglich eine Frage der Zeit bis die Aufsichtsbehörden einschreiten. Das öffentliche Einsammeln von Geldern von Kleinanlegern basierend auf dem Versprechen, eine Bank zu machen, ohne dafür die Lizenz oder Genehmigung der zuständigen Finanzmarktaufsichtsbehörde zu haben, ist schlicht nicht erlaubt.

1 Kommentar

  1. Wer ist der Crypto-Robby. ? Warum ist er den abgehaut??? Ich lese das alles im Internet.Kein Entgegnung gar nichts. Ich muß mir überlegen ob ich mit meinen Freunden noch über MCV+Tycon69 spreche.!
    Läuft da noch alles in der Spur?
    Bei Tycoon69 dauert auch alles sehr lange, beim Eingeben.
    Es wird ja nicht an Überforderung scheitern.

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