QUANTSTAMP – DISKUSSION UM DIE RECHTE DER TOKEN-INVESTOREN

Investors Protection for shareholders and tokenholders

The ersten ICO Projekte beginnen mit den Auslieferungen ihrer Produkte. Das ist die gute Nachricht und zeigt, dass nicht alle ICO Projekte Scams sind. Es beginnen aber auch für die ernsthaften und guten Projekte die harten Zeiten, denn immer öfter werden Diskussionen zwischen den Gründern und den Token-Inhabern über die Verteilung etwaiger Gewinne bzw. über die Ausrichtung der Unternehmensstrategie bekannt.

Welche Rechte haben die Token-Besitzer und wie ist ihre rechtliche Position in Relation zu den Aktionären der Emittenten? Diese Aspekte wurden nur selten während des Hypes im Token Sale diskutiert. Die Token-Besitzer beziehen sich dabei auf die Zusagen in den Marketingunterlagen des Token Sales (White Paper) aber auch auf den Code im jeweiligen Smart Contract.

Im Falle von QUANTSTAMP ist diesbezüglich eine interessante Diskussion entstanden. Die QSP Token-Besitzer fühlen sich vom Emittenten QUANTSTAMP schlecht behandelt. Das Unternehmen hat in seinem ICO mit der Ausgabe ihrer QSP-Token rund US$ 30 Mio eingesammelt, um damit eine Plattform zur technischen Überprüfung von Smart Contracts zu bauen. Jetzt kommt es gerade bei diesem Unternehmen zu Diskussionen rund um die mit den erworbenen Token verbundenen Rechte. Ausgangspunkt der Diskussion ist, dass QUANTSTAMP für die Prüfung von Smart Contracts nicht nur seine eigenen QSP Token als Bezahlung akzeptiert, sondern auch US Dollar und andere Kryptowährungen. Die QSP Token-Inhaber argumentieren, dass das nicht in Ordnung sei und damit der Wert ihrer Token geschmälert werde bzw. das Potential zur Wertsteigerung der Token nicht mehr gegeben sei. Sie wollen, dass QUANTSTAMP ausschließlich ihre eigenen QSP Tokens als Bezahlung akzeptiert. Das würde natürlich die Nachfrage nach diesen Tokens entsprechend fördern und damit auch deren zukünftige Wertentwicklung. Diese Argumentation ist schlüssig, denn die Firma (und ihre Aktionäre) verdienen bei jedem Auftrag zur Überprüfung eines Smart Contracts, unabhängig davon ob in US Dollar oder ETH bezahlt wird. Die Token-Besitzer hingegen profitieren nur dann, wenn mit dem QSP Token bezahlt wird.

Es sieht so aus, als hätte QUANTSTAMP in den Marketingunterlagen (White Paper usw:) während des Token Sales nie explizit zugesagt, dass ausschließlich QSP-Token als Bezahlung für Dienstleistungen akzeptiert werden. Das Selbstverständnis der Token-Community ist das aber offensichtlich und es schiene auch konsequent.

Ein interessantes Auseinandersetzungspunkt und damit möglicherweise eine richtungsweisende Diskussion. Am Ende werden wir vielleicht wieder ein Stück mehr Klarheit darüber haben, welche rechtliche Position Token-Inhaber gegenüber Token-Emittenten und deren Aktionären nun tatsächlich haben.

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