Update zur Gal Barak und dem Kampf gegen Cyberscammer – Zeit sich nachhaltig gegen die Bedrohung des Internets zu wehren (Download)

Investorenwarnungen von Finanzregulatoren gegen Gal Barak Scams

Wir haben in den letzten Tagen über den Kampf gegen den israelischen Cyberscammer Gal Barak berichtet. Dieser hat über seine Broker-Scams Plattformen XTraderFX, SafeMarkets, OptionStarsGlobal oder Golden Markets und mit Unterstützung seiner illegalen Boiler Rooms der bulgarischen E&G Bulgaria EOOD  zehntausende Kleinanleger in Europa und dutzenden Millionen Euro betrogen. Seine Partner in diesem Cyberscam Netzwerk sind die Bulgarin Marina Andreeva, der in den USA wegen anderer Cybercrime-Delikte angeklagte Israeli Gery (Gabi) Shalon und der Russe Vladislav Smirnov.


Finanzmarktaufsichtsbehörden warnen vor Scams

Gegen alle FinTelegram bekannten Broker-Scams des Netzwerkes von Gal Barak und seinen Partnern liegen Warnungen diverser Finanzmarktaufsichtsbehörden in verschiedensten Jurisdiktionen vor. Bei unseren EFRI-Kampagnen haben sich hunderte geschädigte Kleinanleger registriert und EFRI mit Vollmacht ausgestattet, um das gestohlene Geld zurückzubekommen.

Fakt ist, dass überhaupt kein rechtlicher Zweifel besteht, dass der Betrieb dieser Plattformen illegal war. Es besteht auch kein Zweifel, dass über diese Plattformen massenweise Kleinanleger geschädigt wurden.

Beschwerde wegen Kreditschädigung

Zuletzt haben die österreichischen Anwälte von Gal Barak und Marina Andreeva bei einem deutschen Hosting-Partner von FinTelegram Beschwerde wegen Kreditschädigung und Verleumdung deponiert und unter Hinweis auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Hosters sowie die gesetzlichen Verantwortung einer Hosting-Firma das Abdrehen der Berichterstattung verlangt. Andernfalls würde man den Mandanten eventuell eine Klage gegen den Hoster empfehlen müssen.

Die Eingabe wurde vom österreichischen Rechtsvertreter Gal Barak’s und Marina Andreeva, Dr. Ernst Huber von der renommierten Wiener Rechtanwaltskanzlei Cerva Hempel Spiegelfeld Hlawati (CHSH), vorgebracht. Die Kanzlei ist bekannt dafür, eine der teuren Adressen zu sein.

Woher kommt das Geld für teure Anwälte?

Geld haben Gal Barak und Marina Andreeva und deren Komplizen genug. Das Geld ist zwar von Kleinanlegern gestohlen und damit schmutzig aber das dürfte für die Rechtsanwaltskanzlei offenbar kein Problem sein. Rechtsanwälte sind standesrechtlich  wie auch gesetzlichen gezwungen, die Herkunft der Mittel ihrer Klienten für die Bezahlung ihrer Honorare zu prüfen. Diesbezüglich unterliegen die Rechtsanwälte den entsprechenden Geldwäsche-Bestimmungen. Wir sind überzeugt, dass die Kanzlei CHSH daher die Mittelherkunft bei Gal Barak und Marina Andreeva ordnungsgemäß geprüft hat.

An dieser Stelle dürfen wir darauf verweisen, dass die guten Rechtsanwaltskanzleien in Israel – das Heimatland des Gal Barak – aus ethischen und rechtlichen Gründen keine bekannten Cyberscammer als Klienten annehmen. Wir möchten auch erwähnen, dass der weltweite Betrug mit Binären Optionen und Broker-Scams längst eine heftige öffentliche Diskussion ausgelöst hat. Die Times of Israel bezeichnet die Industrie von Gal Barak und anderen Scammern als Schande für Israel. In den USA werden derzeit laufend Betreiber von Broker-Scams angeklagt und zu hohen Geld- und Gefängnisstrafen verurteilt. Man hat die Gefahr für Kleinanleger durch diese Cyberscammer längst erkannt.

FinTelegram-Entgegnung

FinTelegram und EFRI haben eine entsprechende Entgegnung an den Hoster übermittelt. Diese kann hier heruntergeladen werden. Wie die FinTelegram-Berichte basiert unsere Stellungnahme auf jenen Informationen, die wir direkt von Gal Barak, seinen bestehenden und ehemaligen Partnern, Mitarbeitern und Opfern erhalten haben. Wir haben keinen Zugang zu „geheimen Akten“ wie das behauptet wird. Als Opfer haben wir allerdings wie alle anderen Opfer auch Zugang zu den Strafakten.

Wir haben den Hoster auch angeboten, die restlichen Seiten und die Domain zu einem anderen Hoster umzuziehen, falls ihm das Risiko zu hoch ist. Bereits heute werden die FinTelegram-Webseiten auf mehrere Offshore-Hoster und verschiedene Domains gespiegelt, um gegen jeden Angriff von Seiten der Cyberscammer gewappnet zu sein. Insofern wäre eine Umsiedlung kein Problem und wir wollen unsere Partner bestmöglich vor diesen Cyberscammern und deren teuren Anwälten schützen.

Keine Notwendigkeit zur Abmahnung

Nach Prüfung durch die Rechtabteilung des Hosters bekamen wir heute die Antwort, dass es für sie keine Veranlassung gäbe den Fall weiterzuverfolgen oder eine Sperrung der Artikel bzw. der Domain zu verlangen. Im übrigen würde man FinTelegram gerne weiter als Kunden behalten. Vielen Dank für diese Unterstützung! Gemeinsam können wir in der EU gegen diese Cyberscammer vorgehen. Diesen darf kein Raum für ihre kriminellen Aktivitäten gegeben werden.

Schlussfolgerung – Scammer ist ein Scammer

Gegen Gal Barak wurde Anfang 2019 nach monatelangen Ermittlungen wegen des dringenden Verdachts von Finanzkriminalität, Geldwäsche und gewerblichen Betrug ein EU-Haftbefehl ausgestellt. Beantragt von der österreichischen Staatsanwaltschaft. Nach den FinTelegram vorliegenden Unterlagen laufen ähnliche Ermittlungen auch in Deutschland, der Schweiz, in UK und anderen Ländern.

Jemand der wie Gal Barak schriftlich zugegeben hat, dass er Broker-Seiten betreibt, die von Finanzregulatoren als illegale Scams bezeichnet werden (beispielsweise die UK Financial Conduct Authority oder der österreichischen FMA), und nachgewiesen ist, dass diese Broker-Seiten Kleinanleger bestehlen kann man die Betreiber wohl als Scammer oder Cyberscammer bezeichnen. Jemand der illegale Boiler Rooms in Bulgarien und am Balkan betreibt und darüber Kleinanleger mit illegalen Cold Calls (sind gesetzlich in der EU nicht erlaubt) und mit Lügen um Geld betrügt, darf ebenfalls Scammer genannte werden.

Gal Barak und seine Partner machen beides. Sie betreiben illegale und auf Betrug ausgelegte Broker-Scams und betreibt illegale Boiler Rooms. Er ist einer der großen und gefährlichen Cyberscammer.

Welche Kreditschädigung kann man denn einem Scammer zufügen? Soll man seine illegalten Aktivitäten stören indem man öffentliche Warnungen ausgibt? Ja, unbedingt! Diese Leute bewegen sich auf der schwarzen Seite von Wirtschaft und Gesellschaft und verdienen Millionen mit kriminellem Gewerbe. Sie ruinieren das Internet und das Vertrauen der Leute in die Finanzwelt. Sie stehlen Geld von Kleinanlegern.

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