Wealth Recovery International – Der doppelte Betrug an Opfern Binärer Optionen

Wealth Revovery International and Austin Smith plea-agreement

FinTelegram hat letzte Woche über Austin Smith, den Gründer und Geschäftsführer der in Israel und USA agierenden Wealth Recovery International (WRI) berichtet. Laut übereinstimmenden Berichten der Times of Israel und der FinanceFeeds hatte sich Austin Smith in den USA des Betrugs mit Binären Optionen schuldig bekannt. Er wurde zunächst verhaftet aber gegen die Zahlung einer Kaution von USD 300.000 aus der Haft entlassen, muss aber bis zum Prozess in den USA bleiben.


Das Vorleben des WRI-Gründers

Die gegen Austin Smith erhobenen Vorwürfe der U.S. Behörden stehen sowohl im Zusammenhang mit dem Yukom-Fall rund um Lee Elbaz und drei weitere Angeklagte als auch mit der WRI. Die Israelin Lee Elbaz und auch WRI-Gründer Austin Smith und andere Angeklagte sollen US-Anleger um viele Millionen über ihre illegalen Binären Optionen-Plattformen BinaryBook und BigOption betrogen haben. Der in den USA geborene und später nach Israel ausgewanderte Austin Smith soll laut U.S. Behörden persönlich mitgewirkt haben am Betrug der Anleger. Dabei ist Austin Smith mit dem Alias bzw. dem falschen Namen „John Ried“ aufgetreten.

Austin Smith hat irgendwann 2017 die Seiten gewechselt und die WRI gegründet. Angeblich hat er eine göttliche Erscheinung gehabt und die Verwerflichkeit seines Tuns erkannt. Also wollte er zwecks göttlicher Aussöhnung den betrogenen Investoren mit WRI helfen ihr Geld wiederzubekommen. Tatsache ist, dass er dabei nach Ansicht der U.S. Behörden bei diesem Funds Recovery wieder in erster Linie sich selbst und seine WRI bereichert und Investoren nochmals geschädigt hat. Und diese Methoden sind tatsächlich unglaublich und sogar noch schlimmer und verwerflicher als jene der Binären Optionen-Betrüger.

Nach den Aktien der U.S. Behörden ist der „Gutmensch“ Austin Smith als WRI teilweise zu genau jenen Investoren gegangen, die er zuvor als „John Ried“ abgezockt hatte. Er hat dabei diesen Investoren nicht offengelegt, dass er dieser „John Ried“ war, der ihnen das Geld zuvor gestohlen hat. Die verzweifelten Investoren haben daraufhin eine Vereinbarung mit WRI abgeschlossen. Damit wollten sie einen Teil des Geldes zurückerhalten.

Mit dem Wissen als „John Ried“ hat ihnen Austin Smith natürlich einen Teil des Geldes zurückgeholt – und dafür mehr als 30% Provision kassiert. Er hat nach den U.S. Akten beispielsweise dieselben Investoren gleich zweimal abgezockt. In einem Fall soll er dabei USD 125.000 Provision als WRI von einem seiner früheren Opfer erhalten haben, davon USD 45.000 als Anzahlung. Diesem hatte er als John Ried zuvor schon USD 400.000 abgenommen.

Diese Unverschämtheit war offenbar den U.S. Behörden zu viel und sie haben Austin Smith verhaftet. Es ist wichtig zu verstehen, dass Austin Smith dabei nicht als Privatperson agiert hat, sondern als Vertreter der WRI und damit ist auch das Unternehmen involviert. Das Plea-Agreement kann man hier herunterladen und lesen. FinTelegram wird mittlerweile von Austin Smiths WRI-Partnerin Tami Hamm bedroht und verleumdet. So sind diese Leute halt. Investoren sollten jedenfalls sehr vorsichtig im Umgang mit WRI sein.

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